Weitra: Ein spezielles Dankeschön

Dass der Weitraer Ernest Zederbauer als Nachtwächter und Buchautor weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt ist und durch seine interessanten und humorvoll gestalteten Stadtführungen viele Fans hat, weiß man. Jetzt wurde „Zedi“ von einem besonderen Fan „zu Tränen gerührt“.

Erstellt am 10. Januar 2022 | 04:59
Lesezeit: 1 Min
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Im Oktober lernte Nachtwächter Ernest Zederbauer den Wiener Michael Rauscher kennen, der jetzt für eine Überraschung sorgte.
Foto: privat

Im Oktober lernte Ernest Zederbauer bei einer Stadtführung den Wiener Peter Rauscher kennen, der mit seinem blinden Sohn Michael ein paar Tage Urlaub im Bezirk verbracht hat. „Vor allem Michael Rauscher war von Weitra besonders begeistert, er hat meine Stadtführung mit Interesse mitverfolgt und viele Fragen gestellt“, erinnert sich Zederbauer. Auch an einer Lesung von Zederbauer anlässlich der „Langen Nacht der Museen“ im Schloss Weitra nahmen die beiden Wiener teil.

Das war vor einigen Wochen. Jetzt hat dieses Zusammentreffen ein freudiges Nachspiel: Michael Rauscher gestaltete mit den Urlaubsfotos von der Blockheide, dem Nebelstein, dem Unterwasserreich, dem Schloss Weitra und natürlich von der Stadtführung einen eindrucksvollen Kalender. Auf seinem Blindencomputer schrieb er eine Geschichte darüber.

Diesen Kalender und die Geschichte übermittelte sein Vater zum Jahreswechsel an Zederbauer. „Peter Rauscher hat mir einen sehr netten Brief beigelegt. Da heißt es unter anderem, dass die beiden noch immer von der Führung und der Lesung beeindruckt sind“, sagt Zederbauer mit Freude: „Ich war wirklich sehr gerührt, als ich diese Postsendung geöffnet habe. Wenn ein Mann, der fast nicht mehr sehen kann, so etwas für einen macht, ist das schon etwas ganz Besonderes.“