Weitraer Gemeinderat beschloss: Lift wird öffentlich. Wartungskosten für den Lift von der Bergzeile über die Stadtmauer trägt Gemeinde, FPÖ sieht dazu keine Veranlassung.

Von Karin Pollak. Erstellt am 22. Oktober 2020 (05:10)
BilderBox.com

Wende hinsichtlich der Nutzung des Aufzuges bei der Wohnhausanlage der Waldviertler Siedlungsgenossenschaft in der Bergzeile rauf in die Altstadt: Die Anlage soll künftig öffentlich genützt werden dürfen.

Von der Wohnhausanlage führt ein Weg zur Stadtmauer und diese wird durch einen Lift überwunden. Um diese künftig, entgegen ursprünglichen Ankündigungen, nicht nur für Bewohner, sondern auch öffentlich zugänglich zu machen, wurde im Gemeinderat eine Vereinbarung zwischen der Stadtgemeinde und der Siedlungsgenossenschaft unter anderem betreffend Winterdienst und Wartung einstimmig abgesegnet.

Zum Servicevertrag mit dem Lifthersteller gab es eine Gegenstimme seitens der FPÖ. Aus der Sicht von Dietmar Butschell ist die Siedlungsgenossenschaft der Hauptprofiteur dieser Liftanlage, die auch eine Wertsteigerung für die Wohnungen sei.

Entscheidungen trafen drei Bürgermeister

„Den Lift werden vorrangig die Wohnungsmieter benutzen. Wie der Zugang zum Lift für Wohnhausfremde über das Stiegenhaus mit einer Zeitschaltuhr funktionieren wird, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt Butschell: „Daher ist es nicht in Ordnung, wenn die Gemeinde die Wartungskosten von rund 2.800 Euro jährlich übernehmen muss und sich die Siedlungsgenossenschaft nicht daran beteiligt. Außerdem soll sich die Gemeinde an größeren Reparaturkosten beteiligen. Aber was größere Reparaturen sind, ist auch nicht definiert.“

VP-Bürgermeister Patrick Layr bekennt sich zu diesem Wartungsvertrag. „Die Errichtung der Wohnhausanlage zieht sich schon über Jahre. Mittlerweile bin ich der dritte Bürgermeister, der damit zu tun hat“, sagt er: „Dass die Wartungskosten für den Lift die Gemeinde übernimmt, wurde bei der Planung ausgemacht und ich stehe zu dem, was mit meinen Vorgängern vereinbart worden ist.“

Außerdem übernimmt die Siedlungsgenossenschaft die Wartungskosten für den Lift im Gebäude, der auch öffentlich zugängig ist. „Den muss man ja benutzen, um zum Lift über die Stadtmauer zu gelangen.“