Nadelöhr Moorbadstraße: Lösungssuche in Schrems wird schwer

Meldungen nach NÖN-Story über neue Verkehrslösung für Sommer in Moorbadstraße zeigen: Kompromiss schwer zu finden.

Erstellt am 09. Januar 2022 | 04:55
Lesezeit: 1 Min
440_0008_8261435_gmu01moorbad_154135.jpg
Im Winter ist wenig los in der Moorbadstraße, für den Sommer ist eine Verkehrslösung gesucht.
Foto: M. Lohninger

Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann: Die Frage über die ideale Verkehrslösung für die Moorbadstraße in Schrems während der Sommermonate bestätigt das alte Sprichwort. Nach dem NÖN-Bericht über eine Debatte im Gemeinderat kamen laut SPÖ-Klubchef und Vizebürgermeister Michael Preissl bereits mehrere Forderungen, die aktuelle Lösung beizubehalten.

Die Schremser ÖVP hatte die Diskussion wie berichtet mit ihrem Antrag losgetreten. Die enge Straße sei in der warmen Jahreszeit einfach nicht für die von Moorbad, Moorbad-Restaurant, Unterwasserreich und Naturpark Hochmoor ausgelöste Frequenz ausgerichtet, hatte ÖVP-Klubchef Tobias Spazierer argumentiert. Im Gemeinderat war danach beschlossen worden, die Verkehrslage mit Anrainern und Experten zu diskutieren, und eine Lösung zu erarbeiten. ÖVP-Mandatar Wolfgang Zibusch hatte für den Sommer eine vorübergehende Einbahnlösung vorgeschlagen.

Anzeige

Für den Verkehr und für die Anrainer direkt in der Moorbadstraße würde das wohl eine Erleichterung mit sich bringen. Aber, so Michael Preissl: Von anderen Anrainern bis rauf zur Oberen Moorbadstraße werde eine Beibehaltung der aktuellen Verkehrslösung gefordert, „sie fürchten, dass das Problem ansonsten nur zu ihnen verlagert – aber nicht aus der Welt geschafft werden würde“. Vor allem für Busse drohe das Manövrieren über mehrere enge Kreuzungen zudem zur Herausforderung zu werden. Preissl spricht von zwei Mails und mehreren mündlichen Meldungen zur Angelegenheit.

Eine direkte Straßen-Anbindung an die Horner Straße hält er für an sich interessant, aber aus Kostengründen kaum realisierbar. Preissl sieht am ehesten Potenzial darin, „unter Einbeziehung von Verkehrs-Experten und Berücksichtigung von Anrainer-Interessen vielleicht teilweise Parkflächen anzupassen, um eine Verkehrsberuhigung zu erwirken“. Er hatte schon im Gemeinderat darauf hingewiesen, dass die bestehende Gestaltung mit seitlichen Parkflächen einst „mit den Anrainern ausverhandelt wurde“.