Preis-Jury inspizierte Großschönau. Rennen um europaweiten Preis: Großschönau bekam Besuch.

Von Karin Pollak. Erstellt am 25. Oktober 2020 (05:58)
Die Juroren am Wettbewerb um den Internationalen Dorferneuerungspreis 2020 machten sich ein Bild von der Gemeinde Großschönau. Nach der Präsentation der Gemeinde tourten die Juroren Marlene Hrabanek-Brunyau aus dem Burgenland, Helmuth Innerbichler aus Südtirol, Hartwig Wetschko aus Kärnten, Maria Forstner (Obfrau Dorf- und Stadterneuerung), NÖ-Regional-Geschäftsführerin Christine Lechner und Theres Friewald-Hofbauer, Geschäftsführerin der europäischen ARGE Landentwicklung, Dorferneuerung durch die Gemeinde.
Karin Pollak

Die Marktgemeinde Großschönau ist einer der 26 Teilnehmer aus zwölf Staaten im Rennen um den begehrten „Europäischen Dorferneuerungspreis 2020“ unter dem Motto „Lokale Antworten auf globale Herausforderungen“.

Teilnehmen dürfen nur Dorferneuerungs-Preisträger aus 2019 sein, Großschönau war zum zweiten Mal nach 2002 dabei. Die Gemeinde wurde dazu vorige Woche von einer sechsköpfigen Jury inspiziert – und wenn hier etwas passiert, dann geschieht es professionell.

Das war auch die Präsentation über die Gemeinde, für die Bürgermeister Martin Bruckner, Mandatare und Vereinsfunktionäre sorgten.

„Wir sind nach fünf Jahrzehnten an der toten Grenze eine bunte Gemeinschaft vieler Akteure, die den Lebensraum lebenswerter gemacht haben“, so Bruckner, der auch Emotionen zeigte – vor allem bei der Geschichte der Jugendtrachtenkapelle, der er bei Gründung als aktiver Musiker angehört hatte: „Wir geben Acht auf Mensch, Umwelt, Klima und Energie“ war nicht nur ein „Sager“, das wurde auch mit vielen Zahlen und Fakten belegt. Vorrangiges Ziel sei ein „energieautarkes Waldviertel“.

Im Anschluss bereisten die Juroren die Gemeinde, besichtigen unter anderem Sonnenwelt, Passiv-Feuerwehrhaus Großotten, Kindergarten, Tagesbetreuungseinrichtung, Bücherei oder Pfarrstadl. „Wie die Bewertung der Jury ausfallen wird, werden wir in einigen Monaten wissen“, sagt Bruckner.

Jedenfalls: „Wir wurden sehr gelobt. Wir hätten bei der Professionalität der Präsentation und der Bereisung neue Maßstäbe gesetzt, wären in Sachen Klimaschutz, Sozialem und Kultur unglaublich weit entwickelt.“ Wer den Preis gewinnen wird, das soll im Frühsommer 2021 feststehen.