Einbrechertour endet für Trio hinter Gittern. Diebestrio stattete Auto mit Kennzeichen von einem Wagen der Landesregierung aus und tourte damit plündernd durch die Lande.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 21. März 2018 (05:30)
Hahslinger

„Einreiseverbot und ein Jahr offen, und trotzdem kommen Sie wieder und gehen dann sogar mit der Verlobten auf Einbruchstour. War es bei uns im Gefängnis so schön?“, will Richter Gerhard Wittmann von dem 25-jährigen Tschechen Thomas M. wissen.

Er habe es mit einem normalen Leben ja probiert, aber mit einem Fabrikjob sei er nicht über die Runden gekommen, bekennt M. leise. Er gibt die Opferstockplünderungen mit dem Landsmann Frantisek L. (19) im Waldviertel (in Groß-Siegharts, Waidhofen, Stift Geras, Pfaffenschlag, Weitra und der Pfarre Brand) und im Weinviertel (in Enzerdorf im Thale, Eggendorf im Thale, Asperdorf, Maria Roggendorf, Laa an der Thaya, Wildendürnbach, Oberstinkenbrunn und Hanfthal) zu. Seine Verlobte habe nichts von den Einbrüchen gewusst und sei nur im Auto gesessen, beteuert M.

Trio muss hinter Gitter

„Spätestens beim zweiten Einbruch muss Sie das mitbekommen haben“, kommentiert der Richter harsch und listet die weiteren Straftaten auf: Autokennzeichen in Krems und Leobendorf gestohlen, Treibstoffdiebstahl in Grafenwörth, aufgebrochene Automaten in Stockerau, Hollabrunn, Göllersdorf und Laa.

Der einschlägig vorbestrafte Thomas M. wird zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Für Einbruchshelfer L. setzt es 24 Monate, davon acht Monate unbedingt. Die Verlobte erhält für die Aufpasserdienste 15 Monate, davon muss sie fünf Monate hinter Gittern absitzen. Nicht rechtskräftig.