Claudia Sadlo: „Situation sehr schwer“. Claudia Sadlo aus Eisgarn musste wegen Covid-19 die seit Wochen ausverkaufte Premiere ihres neuen Kabarett-Programmes „Sadlo Maso“ absagen.

Von Martina Hofer. Erstellt am 20. März 2020 (05:26)
Claudia Sadlo aus Eisgarn musste wegen Covid-19 die seit Wochen ausverkaufte Premiere ihres neuen Kabarett-Programmes „Sadlo Maso“ absagen.
NOEN

NÖN: Was ist in Ihnen vorgegangen am vergangenen Wochenende?

Claudia Sadlo: Generell wurden alle meine Veranstaltungen im März und April gestrichen. Natürlich ärgert man sich im ersten Moment, aber mit Sicht auf Italien hat man Verständnis für dieses strenge Vorgehen. Die Gesundheit geht nunmal vor. Die Veranstaltung in Litschau wurde erstmal auf 21. Mai verschoben. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer zu dem Termin keine Zeit hat, bekommt sein Geld zurück.

Bekommen Sie eine Entschädigung?

Sadlo: Ich muss mich erst durch die Bürokratie arbeiten, welche Ansprüche ich als Künstlerin habe. Ich bin selbstständig, natürlich ist diese Situation finanziell sehr schwer für mich. Man arbeitet ja lange auf diese Termine hin, die Vorbereitung ist ein längerer Prozess, auch hinsichtlich der Tontechnik bis hin zum Kartenverkauf. Der Sommer beispielsweise ist immer schwach in meiner Branche. März und April sind eigentlich die starken Monate, aber die fallen ja jetzt aus.

Wie geht es weiter?

Sadlo: Ich konzentriere mich auf meinen Youtube-Kanal „Claudia Sadlo“, nutze die Zeit zur künstlerischen Entfaltung und, um neue Ideen umzusetzen. Ich freue mich aber auch, wenn es dann losgeht. Jeder versucht, diese Krise so gut wie möglich zu überstehen. Ich lebe in meinem Elternhaus und profitiere von diesem Zusammenhalt.

Wovon handelt „Sadlo Maso“?

Sadlo: Es geht um die heutige oberflächliche Wegwerfgesellschaft und aktuelle Themen wie Social Media, Food Trends und Nachhaltigkeit. Interview: Martina Hofer