Erneute Maskenpflicht: „Mir tun meine Kunden leid“. Eisgarns Nahversorgerin fehlt durch die Mund-Nasen-Maske das Lächeln.

Von Karin Pollak. Erstellt am 31. Juli 2020 (05:20)
Eva-Maria Biedermann ist alles andere als glücklich über die Wiedereinführung der Maskenpflicht.
privat

Eva-Maria Biedermann ist mit ihrem „Eva‘s Geschäft“ der Nahversorger in Eisgarn. Die seit Freitag wieder verhängte Maskenpflicht ist für die engagierte Geschäftsfrau nicht ganz nachvollziehbar.

„Mir wäre es lieber gewesen, wenn die Maskenpflicht nur dort verhängt worden wäre, wo Corona-Hotspots sind. Mir tun nämlich meine Stammkunden leid, die sich untereinander kennen und daher nicht nur auf sich selber, sondern auch auf die anderen genau achten. Abstandhalten war bisher bei uns noch nie ein Problem“, meint Biedermann.

Durch den verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz könnte es wieder sein, dass viele ihrer Kunden „sich einkaufen lassen“. „Wenn für mehrere Familienmitglieder eingekauft wird, dann könnte es sein, dass man zu Supermärkten weiter wegfährt“, ist Biedermann skeptisch, auch weil sie befürchtet, dass die Maskenpflicht dem Lebensmittelhandel erhalten bleiben könnte, denn: „Viren gibt es immer, einmal ist es die Grippe, dann eine Kinderkrankheit.“

Ihr persönlich mache der Mund-Nasen-Schutz Angst. Angst, die sie glaubt, auch ihren Kunden zu vermitteln: „Ich stehe in der Feinkostabteilung abseits der Kunden und habe durch die Maske das Gefühl, Krankheitsüberträger zu sein. Mein Hygienebedürfnis steigt daher ständig.“ Durch die Maske fehle auch das „Zwischenmenschliche“, man sehe kein Lächeln, könne auch nicht einschätzen, wie es Kunden geht.