Fleischer schloss Familienbetrieb in Litschau. Leo Kirchmaier und Gattin Ingrid sind in Pension. Es gibt keine Nachfolger.

Von Karin Pollak. Erstellt am 08. Januar 2020 (20:19)
Leo Kirchmaier war mit Leib und Seele Fleischhauer. Nach 42 Jahren ist jetzt Schluss damit.
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Mit Jahresende schloss die bekannte Fleischerei von Leo und Ingrid Kichmaier ihre Pforten. Das Ehepaar trat den wohlverdienten Ruhestand an. „46 Jahre sind genug“, so Leo Kirchmaier, der demnächst seinen 62. Geburtstag feiern kann, zur NÖN. Seine Gattin Ingrid ist 60 Jahre alt.

Die Fleischerei hatte Leo Kirchmaier bereits in der vierten Generation geleitet, jetzt gab es keinen Nachfolger mehr. „Unsere drei Kinder haben studiert und haben gute Jobs“, so der Neo-Pensionist, der bis Jahresende alle Produkte, die in der Fleischerei angeboten worden sind, selbst produziert hat. „Wir haben bis zum Schluss auch die Tiere geschlachtet und alles verarbeitet, bei uns gab es 40 Wurstsorten“, so Kirchmaier, der sich von vielen Stammkunden verabschiedet hat.

"Für die Treue danke ich sehr herzlich"

Diese kamen nicht nur aus dem Raum Litschau, sondern aus dem ganzen Waldviertel und darüber hinaus. „Für die Treue danke ich sehr herzlich, ebenfalls danke ich unserem Team, das uns in all den Jahren unterstützt hat“, sagt Kirchmaier. Das Ehepaar will im Ruhestand mehr Zeit der Jagd in Hörmanns, den eigenen Fischteichen und Wäldern widmen. Außerdem wurden sie in den vorigen zwei Jahren vier Mal Großeltern – auch das werden sie jetzt vermehrt genießen.

Ein Fleischhauer bleibt den Litschauern erhalten. Die Fleischerei von Franz und Elisabeth Geitzenauer wird von Tochter Andrea Kranner weitergeführt, die pensionierten Eltern helfen dabei noch gerne aus. „Das wird auch weiterhin so bleiben“, so die Familie Geitzenauer.