Waldviertler Käsemacher gewinnen AMA-Käsekaiser-Award

Das Waldviertler Unternehmen darf sich über die Prämierung seines Selchkäses zum besten Schnittkäse 2022 freuen. Ein schwieriges Jahr wird so versöhnlich abgeschlossen.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 15:11
Lesezeit: 2 Min
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Geschäftsführerin Doris Ploner freut sich über einen goldenen "Käsekaiser".
Foto: Käsemacher

In einer von schlechten Nachrichten geprägten Zeit können die Käsemacher wieder ein mal mit etwas Erfreulichem aufwarten. Der „Waldviertler Selchkäse“ wurde mit dem „AMA-Käsekaiser 2022“ ausgezeichnet. In der Kategorie Schnittkäse konnte sich das „Urgestein“ der Käsemacher gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Zur Info: der Selchkäse wird bereits seit den frühen Tagen des Unternehmens produziert.

Aktuell erfolgt die Produktion in Heidenreichstein. Der Waldviertler Selchkäse besteht zu 100 Prozent aus Schafsmilch und wird fein schonend über Buchenholz geräuchert. Die Fachjury, bestehend aus 19 Käsemeistern, überzeugte er mit seinem rauchig-würzigen Geschmack. Jährlich produzieren die Käsemacher knapp 32.000 Kilogramm des Dauerbrenners. Exportiert wird der Selchkäse unter anderem nach Deutschland, Großbritannien, Italien oder die Ukraine.

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Bei dem großen Angebot der Käsemacher war der Selchkäse natürlich nicht die einzige Nominierung bei der AMA-Käsekaiser-Gala, die heuer komplett online stattfand. Nominierte Produkte des Waldviertler Unternehmens waren auch der Ziegenkäsetaler im Speckmantel, die Ziegenkäsetorte mit frischen Kräutern und die „Kräuterfee“.

Schwache Gastronomie aber starker Verkauf

Nach einem schwierigen Jahr hebt die Auszeichnung jetzt die Stimmung im Unternehmen. Gerade die Tourismussparte der Käsemacher musste im Jahr 2021 abermals viel einstecken. „Die Gastronomie fiel in den Lockdowns komplett weg“, erzählt Pressesprecherin Nina-Maria Schreiber. Teilweise konnten Führungen in der Käsemacherwelt nur mit maximal zehn Personen durchgeführt werden.

Profitieren konnte das Unternehmen dagegen von starken Zahlen im Einzelhandel. „Ausfälle aus der Gastronomie konnten so aufgeholt werden. Die Menschen nehmen sich daheim mehr Zeit für gutes Essen, wodurch auch unserer Verkäufe gestiegen sind“, berichtet Schreiber.

Daneben fanden sich auch neue Abnehmer im entfernten Ausland. So wird nun nach Südkorea und Israel exportiert. In Südkorea seien Antipasti beliebt, in Israel werden vor allem gefüllte Trockenfrüchte gekauft.

Momentan ist natürlich auch bei den Käsemachern Lockdown. Der Shop in der Käsemacherwelt bleibt aber bis zum 19. Dezember geöffnet. Danach laufen die Vorbereitungen auf eine vielleicht wieder „normale“ Saison 2022.