Schremser Schul-Sanierung verschoben. Die Sanierung der Schule wird wegen höheren Kosten neu ausgeschrieben.

Von Karin Pollak. Erstellt am 29. Juli 2021 (04:29)
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Mit der Sanierung das Volks- und Mittelschule in Schrems wird es erst im kommenden Jahr losgehen. Im Bild von links: Bauamtsleiter Stefan Apfelthaler, Gemeinderat und Obmann der Mittelschulgemeinde Martin Speychal, Stadtrat Tobias Spazierer und Projektleiter Alexander Maier von der Architekt ZT Schwingenschlögl GmbH.
Karin Pollak, Karin Pollak

Die Sanierung und der Ausbau der Volks- und Mittelschule Schrems hätte bereits gestartet werden sollen. Jetzt wurde das Projekt um ein Jahr verschoben. Gründe dafür sind die gravierenden Preissteigerungen und fehlende Ressourcen bei den Baufirmen.

„Die Baufirmen hätten erst im August mit den Bauarbeiten beginnen können. Das wäre im Hinblick auf den Schulstart im September nicht möglich gewesen. Außerdem sind die Kosten explodiert“, erklärt der zuständige Stadtrat Tobias Spazierer die angespannte Situation, die jetzt zur Verschiebung des Projektes geführt hat.

Kosten um die Hälfte gestiegen

Für die Sanierung samt Zubau des Schulgebäudes sind drei Bauetappen, die auf drei Jahre aufgeteilt sind, geplant. Die erste Bauetappe hätte bereits in diesen Ferien gestartet werden sollen. „Für heuer haben wir geschätzte Kosten von 600.000 Euro vorgesehen. Die Ausschreibungen haben uns aber gezeigt, dass wir damit nicht auskommen werden. Die Angebote der Firmen liegen um mehr als die Hälfte über unserem finanziellen Rahmen. Das ist nicht machbar“, erklärt Spazierer.

Daher habe man sich entschlossen, diese Ausschreibung für die erste Bauetappe zurückzuziehen und das Bauvorhaben im kommenden Jahr nochmals auszuschreiben. Dafür sorgt wieder das Architekturbüro Schwingenschlögl aus Gmünd, welches das Projekt geplant hat und begleitet. „Fachleute rechnen ja damit, dass sich die Situation in der Bauwirtschaft im nächsten Jahr bei den Preisen und auch bei den Ressourcen der Baufirmen entspannen wird. Darauf hoffen wir“, erklärt der Stadtrat.

Neustart in Semesterferien

Die Stadtgemeinde ist jedenfalls bestrebt, dass die vorgesehenen Arbeiten im kommenden Jahr umgesetzt werden können. Bereits in den nächsten Semester- und Osterferien soll schon am Schulgebäude gearbeitet werden.

„Ob dieser Plan realisiert werden kann, werden wir sehen. Uns ist klar, dass wir nicht die erste und zweite Bauetappe in nur einem Jahr durchführen können. Der Bauzeitplan wird sich daher vermutlich auf drei Jahre erstrecken, auch wenn wir alles dran setzen werden, soviel wie möglich schon im ersten Jahr umzusetzen“, meint Spazierer.

Barrierefreiheit im Mittelpunkt

Bei der Volks- und Mittelschule sind zwei Zubauten geplant, damit ein barrierefreier Zugang zum Schulgebäude errichtet werden kann. Damit auch im Inneren der Schule die Barrierefreiheit gegeben ist, werden die Gänge verbreitert. Dadurch fallen die sanitären Anlagen weg, die in den Zubauten einen neuen Platz finden werden. Neu geschaffen werden weiters ein neues Lehrerzimmer und die Garderoben für den Turnsaal. Die bestehenden Garderoben werden umgestaltet und umfunktioniert.

Aber noch heißt es damit einmal „Bitte warten“.