Litschauerin schreibt Geschichte. In Schandachen aufgewachsene Michaela Langer-Weninger wird Präsidentin der Bauernkammer.

Von Karin Pollak. Erstellt am 05. Juni 2019 (05:10)
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Michaela Langer-Weninger aus Schandachen wird die erste Landwirtschaftskammer-Präsidentin Österreichs.

In eine bisher reine Männerdomäne wird die OÖ Landtags-Abgeordnete Michaela Langer-Weninger eintauchen: Die in der Litschauer Katastralgemeinde Schandachen aufgewachsene Tochter des einst langjährigen Litschauer Stadtrates Norbert Steiner wurde vom Oberösterreichischen Bauernbund als Nachfolgerin für den Präsidenten der OÖ Landwirtschaftskammer Franz Reisecker einstimmig nominiert. Bisher hatten diese Funktion in Österreich immer nur Männer inne.

Für die „Zuagroaste“ ist das eine große Auszeichnung. Michaela Langer-Weninger besuchte in Litschau die Pflichtschulen und kam im Rahmen eines Pflichtpraktikums während ihres Besuches der höheren Tourismuslehranstalt Krems nach Mondsee. Dort lernte sie ihren späteren Gatten kennen und zog dann auch nach Oberösterreich.

„Politik war immer ein Thema."

„Politik war bei uns zu Hause immer ein Thema. Mein Vater war von 1995 bis 2010 Stadtrat in Litschau. Mein Bruder Thomas Steiner ist Bezirksbauernkammer-Obmannstellvertreter“, so die angehende Bauernbundpräsidentin, die auch Landwirtschaftsmeisterin ist. Sie ist zugleich Landesobmann-Stellvertreterin im Bauernbund, ÖVP-Bezirksparteiobfrau in Vöcklabruck und Gemeinderätin.

Besuche bei den Eltern und dem Bruder mit seiner Familie am elterlichen Hof gehören natürlich auch in den straffen Zeitplan der angehenden Präsidentin.

„Schon bisher habe ich in meinen Funktionen mit großer Leidenschaft Politik für die Bauern gemacht. Die Verantwortung für das neue Amt trage ich mit großer Demut“, so Langer-Weninger zur Nominierung.

Flächenverbauung ist wichtiges Thema

Wichtige Themen sind ihr die Diskussion über Grund und Boden hinsichtlich der Flächenverbauung, Bewirtschaftung und Eigentumsverhältnisse von landwirtschaftlicher Nutzfläche. „Auch hat die heimische Erzeugung von hochwertigen, regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln eine hohe Priorität“, meint die Obfrau des Bauernmarktes Mondsee und Ortbäuerin in Innerschwand, die mit ihrem Gatten den „Aichriedl

hof“ mit Bio-Heumilcherzeugung führt. „Ich bin hier gut integriert. Das Thema Zuagroaste ist keines mehr“, so die dreifache Mutter vor der Wahl zur OÖ Landwirtschaftskammer-Präsidentin am 27. Juni.