Wegen Sturm: Zuggäste mussten evakuiert werden. Spektakulärer Einsatz für die Feuerwehren Pürbach und Hoheneich im Bezirk Gmünd infolge des Sturmes „Sabine“: Zwischen Gmünd und Pürbach stürzte am 10. Februar vormittags ein Baum auf die Oberleitung der Franz-Josefs-Bahn, alle Zugpassagiere mussten evakuiert werden.

Von Red. Gmünd. Update am 10. Februar 2020 (16:33)

Dazu mussten die Feuerwehren Pürbach und Hoheneich ausrücken.

Birken waren in die Fahrleitung gestürzt. „Der Lokführer konnte aber rechtzeitig den Zug anhalten“, betonte Reinhard Zeller, Kommandant der Feuerwehr Pürbach. Nachdem seitens der ÖBB die Strecke stromfrei geschalten und die kaputten Leitungen zusätzlich geerdet worden sind, konnten die Einsatzkräfte die rund 25 Zugspassagiere aus dem Zug bringen. Diese Personen mussten zuerst auf das Schotterbett steigen.

Nach einem rund 300 Meter langen Marsch auf den Schienen überwanden sie mit Hilfe der Floriani und Leitern die steile Böschung. Dort befanden sich die das Versorgungsfahrzeug der FF Hoheneich sowie der Mannschaftstransportwagen der FF Pürbach. Mit diesen erreichten die Passagiere dann den Bahnhof in Pürbach, wo sie mit einem Bus ihre Fahrt in Richtung Wien fortsetzen konnten. „Es gab bei diesem Einsatz keine Verletzten. Die Evakuierung hat perfekt geklappt“, zeigt sich der Kommandant der Feuerwehr Hoheneich, Dominik Krenn, froh. „Es stand  auch ein Abschleppen des Zuges zurück nach Gmünd im Raum. Aber in Gmünd gab es dazu keine Lok, alle waren im Einsatz. Daher mussten wir die Evakuierung der Passagiere durchführen“, meinte Krenn.

Seitens der ÖBB wurde zwischen České Velenice und Göpfritz sofort ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Aktuell sind in diesem Bereich drei Sturmschäden gemeldet.