Erstellt am 28. August 2013, 00:00

„Gaskassier“ Sassak starb in Weitra. Tod eines Serienkillers / Der bisher am längsten in Österreich inhaftierte Verbrecher verbrachte seine letzten Jahre in der Braustadt.

Phantombild und Foto von Harald Sassak aus den 1970er Jahren. Seine letzten Jahre verbrachte er in Weitra.erichs-kriminalarchiv.npage.de  |  NOEN

Von Markus Lohninger

WEITRA / Er war der am längsten in Österreich inhaftierte Verurteilte: Harald Sassak, der „Gaskassier“, verstarb am 21. August in der Braustadt Weitra.

Sassak beging zwischen 1971 und 1972 in Wien unter anderem sieben Morde. Er gab sich bei alleinstehenden Personen als Bediensteter des Gaswerkes aus, der Geräte überprüfen wollte. Nachdem er wusste, wo sich die Geldverstecke befanden, lenkte er seine Opfer ab und beklaute sie. Wurde er dabei ertappt, dann schlug er seine Opfer nieder und flüchtete. Im Jänner 1974 begann der Prozess, bereits im Februar wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, die er bis vor wenigen Jahren in Stein abbüßte.

Seinen Lebensabend bestritt der Wiener zur Pflege in Weitra, wo er die zurück erhaltene Freiheit genoss. „Eine Zigarette in der frischen Morgenluft gehörte pünktlich um 7 Uhr zu seiner Tagesroutine“, erzählt eine Pflegerin, die Sassak als geläuterten, „total unproblematischen Menschen“ beschreibt. Vorigen Mittwoch starb er im Alter von 66 Jahren nach längerer Krankheit.