Bezirk Gmünd: Alles neu bei Altkleidern

Das Rote Kreuz wird 2022 die Altkleidersammlung einstellen, die Gemeinden übernehmen.

Erstellt am 27. November 2021 | 06:02
Lesezeit: 2 Min
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Diesen Anblick kennt man beim Roten Kreuz bald nicht mehr. Dafür wird es in den Gemeinden neue Container für Altkleider geben.
Foto: Shutterstock/Ventura

In den vergangenen Jahren führte das Rote Kreuz Altkleidersammlungen durch oder stellte dafür Container zur Verfügung. Alleine in Gmünd und Schrems wurden in den Großcontainern rund 100 Tonnen Altkleider jährlich gesammelt. Dieses Service kann jetzt nicht mehr angeboten werden: Der Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Bezirk Gmünd wird ab Jänner in den Altstoffsammelzentren Container für Altkleider installieren.

„Aktuell hat das Rote Kreuz die Großcontainer für Altkleider, die es an sieben Standorten in Niederösterreich gibt, eingestellt. Die Altkleider-Sammlung wird grundlegend überdacht“, erklärt Gmünds Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Klaus Rosenmayer: „Auch wir sind im Bezirk davon betroffen, da wir nur die Altkleidersammlung mittels der Großcontainer das ganze Jahr hindurch angeboten hatten. Aber eines ist klar: Das Rote Kreuz setzt jetzt verstärkt auf die Henry-Läden in Gmünd und Litschau, wo auch künftig Altkleider, die gereinigt und in Ordnung sind, abgegeben werden können. Das stärkt die regionale und nachhaltige Verwendung und sichert einen regionalen Kreislauf.“

Neue Container werden erst bereitgestellt

Deshalb liege in Zukunft der Fokus des Roten Kreuzes auf diesen 24 Henry-Läden in Niederösterreich – der Erlös dieser Second Hand-Shops kommt sozialen Projekten des Roten Kreuzes in der Region zugute. „Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Abgabe der Bekleidung direkt in den Henry-Läden auch die Logistik entfällt und somit eine nachhaltige Möglichkeit der Wiederverwendung sichergestellt ist“, sagt Rosenmayer.

Laut dem Obmann des GVV im Bezirk Gmünd, dem St. Martiner Bürgermeister Peter Höbarth, soll bereits ab dem kommenden Jahr eine Alternative zur Entsorgung von Alttextilien angeboten werden. „Wir holen bereits Angebote für die dafür notwendigen Container ein, die dann in den Altstoffsammelzentren aufgestellt werden. Die Gemeinden sind bereits darüber informiert“, erklärt Höbarth.

Die Alttextilien werden dann, wie beim Roten Kreuz, verkauft. „Der Gemeindeverband ist ja auch für die Entsorgung von Alttextilien zuständig. Das haben wir aber in den vergangenen Jahren dem Roten Kreuz überlassen, das damit zusätzliche Einnahmen lukrieren konnte. Jetzt sind wieder wir dafür zuständig“, sagt der Obmann, der um Verständnis dafür bittet, dass die Alttextilien-Container erst in einigen Wochen bereitstehen werden: „Wir müssen diese noch ankaufen und das bei der nächsten Sitzung beschließen.“