Weitras Spitzenkandidaten am Wort. Wer sind die Spitzenkandidaten in Weitra zur Gemeinderatswahl? Wofür stehen sie? Was sind ihre Visionen für die Stadt?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Januar 2020 (04:09)
Patrick Layr (ÖVP), Rainer Oppel (SPÖ) und Dietmar Butschell (FPÖ)
privat

Wie hat sich Weitra in den vergangenen fünf Jahren entwickelt? Und wo soll Weitra in 20 Jahren stehen?

Patrick Layr (ÖVP): Weitra hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt, das sieht und spürt man in der Gemeinde. Auch in 20 Jahren soll Weitra eine attraktive, lebenswerte Kleinstadt mit einer belebten Altstadt, einzigartigen Veranstaltungen für Gäste und Bewohner, aktiven Wirtschaftsbetrieben und einer Vielzahl an Vereinen und Freizeiteinrichtungen sein!

Rainer Oppel (SPÖ): Leider Schließung eines Nahversorgers in der Altstadt. Positiv, ein Zahnarzt konnte gewonnen werden, Umstellung auf LED-Lampen, Erneuerung der Wasserleitungen, Kindergartenzubau. Modernisierung ja, aber der historische Altstadtkern muss erhalten bleiben. Genügend Wasserreserven und so energieautark wie möglich.

Dietmar Butschell (FPÖ): Weitra hat in manchen Bereichen gute erste Ansätze gezeigt (Kinderbetreuung) und als Veranstaltungsort zu Recht einen Namen gemacht. Andererseits muss man zur Kenntnis nehmen, dass auch wir nicht von sinkenden Einwohnerzahlen und Abwanderung verschont bleiben. Hier vermisse ich Ideen und innovative Konzepte. Weitra soll eine Stadtgemeinde werden, in der die Menschen gerne leben, weil das Wohnen leistbar ist, und man gute Arbeitsplätze vor Ort in neu entstandenen Betrieben findet.

Was sind die ersten Vorhaben, denen sich die Weitraer Politik nach der Wahl widmen sollte?

Patrick Layr (ÖVP): Wir möchten rasch die gemeinsame Tagesbetreuungseinrichtung mit der Gemeinde Unserfrau-Altweitra für Kleinkinder umsetzen, der Bedarf ist hier gegeben. Damit sollen die Eltern unterstützt werden. Neue Bauplätze für Weitra werden vorbereitet, auch dieses Projekt wollen wir schnell umsetzen. Weitere Vorhaben haben wir erarbeitet und diese werden wir nach der Wahl anpacken.

Rainer Oppel (SPÖ): Es sollte auch auf die Bedürfnisse der älteren Menschen geschaut werden, deshalb mehr Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und Plätzen, Glasfaserausbau, Radwege, Straßensanierungen, Abwasserentsorgung weiter erneuern.

Dietmar Butschell (FPÖ): Leistbares Wohnen für Junge und ältere Menschen - gerade jene Mitbürger verfügen oft nur über geringe finanzielle Mittel. Die Förderung von Familien mit Kindern - denn wo Kinder sind ist Zukunft. Herstellung der Infrastruktur in den Ortschaften - hier gibt es großen Aufholbedarf! Entwicklung eines Konzeptes zur Wirtschaftsförderung.

Welche Rezepte gibt es für die Innenstadtbelebung in Weitra?

Patrick Layr (ÖVP): Einige erfolgreiche Leerstands-Aktivierungen und Geschäftsnachfolgen hat es gegeben. Positive Beispiele für die Belebung der Innenstadt sind auch die Zahnarztpraxis in der Breitegasse oder die Neuverpachtung des Kellerlokales am Stadtplatz. Weitra kämpft, wie viele andere Orte auch, mit Leerständen bei Geschäften in der Innenstadt. Wir erarbeiten ein Maßnahmenpaket, um durch Wirtschaftsförderung neue Geschäfte zu ermöglichen, und stellen Überlegungen an, die Innenstadt als Wohngebiet attraktiv zu machen.

Rainer Oppel (SPÖ): Die finanziellen Anreize der Gemeinde für Geschäftsinteressenten müssen erhöht werden - nach Dringlichkeit des benötigten Geschäftes gestaffelt. Mit den kulturellen Veranstaltungen und Sommerbühne ist man am richtigen Weg. Monatlicher Bauernmarkt, Themen-Veranstaltungen und das Braustadt-Jubiläum 2021 können zusätzliche Impulse setzen.

Dietmar Butschell (FPÖ): Hier muss an verschiedenen Hebeln gedreht werden. Es reicht nicht alleine aus, die Innenstadt mit Veranstaltungen zu bespielen. Ein Mix aus Stadtmarketing, Tourismusbereich, Wirtschaftsaktivitäten und Kulturveranstaltungen, sowie Unterstützung für Wohnprojekte im Stadtbereich.

Warum soll man am 26. Jänner Ihrer und nicht einer anderen Partei die Stimme geben?

Patrick Layr (ÖVP): Die Volkspartei Weitra hat in den letzten Jahren erfolgreich für Weitra und unsere Katastralgemeinden gearbeitet, wir möchten diesen Weg mit unserem neuen Team fortsetzen und mit unseren Ideen und Vorhaben die Gemeinde gestalten.

Rainer Oppel (SPÖ): Weil eine Kontrolle notwendig ist und man nur als Stadtrat mitreden kann; weil wir genau hinschauen, damit die Anliegen der Bewohner umgesetzt werden, nicht Prestige-Projekte. Wir wollen gemeinsam gestalten und haben den Mut, Fehler aufzuzeigen.

Dietmar Butschell (FPÖ): Weil Macht Kontrolle braucht. Weil wir frische Ideen einbringen werden. Und weil wir uns für Transparenz und verstärkte Einbindung der Weitraer in die Entscheidungen der Gemeinde einsetzen werden.