Wer in Bad Großpertholz antritt. Wer sind die Spitzenkandidaten in Bad Großpertholz zur Gemeinderatswahl? Wofür stehen sie? Was sind ihre Visionen für die Stadt?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Januar 2020 (04:21)
Martina Sitz (ÖVP), Josef Scharinger (SPÖ) und Hermann Hahn (Liste Pertholz-Aktiv)
zVg

Wie hat sich Bad Großpertholz in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?

Martina Sitz (ÖVP): Zu den größten Erfolgen für mehr Lebensqualität zählen die Sanierung der Straße in Karlstift, der Kindergartenumbau sowie die Erhaltung des Friseurs im Ort. Klar geschaffene Verhältnisse im Naturpark und in der Musikschule sind Ergebnis guter Zusammenarbeit mit den Parteien und Vereinen.

Josef Scharinger (SPÖ): Leider wurde die Sachpolitik durch interne Parteistreitigkeiten, wie Kurhaus, Bürgermeister-Rücktritte, in den Hintergrund gerückt.

Hermann Hahn (Liste Pertholz-Aktiv): Stagnierend. Mehr als das Verwalten von Bedarfszuweisungen und Aufräumen von Altlasten war kaum möglich. Für Innovationen bleibt bei so vielen privaten Abhängigkeiten der Gemeindeführung wenig Spielraum. Positiv: Durch uns weiß die Öffentlichkeit Bescheid.

Und wo soll Bad Großpertholz in 20 Jahren stehen?

Martina Sitz (ÖVP): Zukünftig soll in einem guten wirtschaftlichen Umfeld jeder die Möglichkeit haben, seinen Lebensmittelpunkt in unserer Gemeinde gestalten zu können. Angebote für alle Generationen – von der Kleinkinderbetreuung bis zum Pensionistenheim.

Josef Scharinger (SPÖ): Die Abwanderung der jungen Bürgerinnen und Bürger soll durch die Ansiedlung von Betrieben gestoppt werden.

Hermann Hahn (Liste Pertholz-Aktiv): Belebte Infrastruktur, gesichertes Gesundheitswesen, kinder- und familienfreundliches Umfeld, Vorreiter in den Bereichen Ökologie und Naturschutz, regionale Selbstständigkeit, kurzum die Gemeinde als Ort für Generationen.

Was sind die ersten Vorhaben, denen sich die Bad Großpertholzer Politik nach der Wahl widmen sollte?

Martina Sitz (ÖVP): Die Schaffung von mehr Lebensqualität für die Bevölkerung – Errichtung eines Kleinkinderspielplatzes, Gründung einer Kleinkinderbetreuungseinrichtung, behindertengerechter Umbau des Gemeindeamtes, Unterstützung von Feuerwehren und Vereinen. Der dritte Platz bei den Nächtigungszahlen im Bezirk zeigt uns, dass wir weiter auf den Ausbau des touristischen Angebotes setzen.

Josef Scharinger (SPÖ): Umsetzung von Projekten in den Bereichen Kinderbetreuung, Altersbetreuung (Betreutes Wohnen), Sicherung der Arbeitsplätze, Ankurbelung des Fremdenverkehrs, Raus aus den Negativschlagzeilen, hin zu einer positiven Präsentation der Gemeinde.

Hermann Hahn (Liste Pertholz-Aktiv): Auf Projektebene – und diesmal bitte frei von parteipolitischen Manövern – die Erhaltung des Naturparks, die Umsetzung der Kindertagesbetreuung und das „Betreute Wohnen“. Auf Ebene der politischen Hygiene dringendst den Schutz unseres Kurhauses samt Heilmoor vor wirtschaftlichen Eigeninteressen.

Welche Rolle soll meine Partei in der Gemeinde in den nächsten fünf Jahren spielen?

Martina Sitz (ÖVP): Viele Projekte laufen, die es die nächsten fünf Jahre umzusetzen gilt. Wir sind bereit, für und mit der Gemeinde zu arbeiten. Die nötige Stabilität dafür bietet das starke und breit aufgestellte neue Team. Mit dem nötigen Arbeitseinsatz, auch gerne mit den anderen Parteien, wollen wir das Beste schaffen und dabei Vereine und Tradition unterstützen und Neues fördern.

Josef Scharinger (SPÖ): 

Die Rolle der SPÖ soll darin bestehen – unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Gemeinde“ – die Anliegen der Bevölkerung umzusetzen, siehe oben. Infrastrukturmaßnahmen, Erhaltung der Arztpraxis sowie der Gasthäuser und des Kurhauses.

Hermann Hahn (Liste Pertholz-Aktiv): 

Eine federführende, oder wenn man so will, eine gestaltende Rolle – genau dafür treten wir ja schließlich auch an. Dies setzt aber auch voraus, dass zuerst reiner Tisch gemacht und die Gemeindeführung fachlich und legistisch auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht wird. Auch dafür sind wir Garant und erster Ansprechpartner.

Warum soll man am 26. Jänner Ihrer und nicht einer anderen Partei die Stimme geben?

Martina Sitz (ÖVP): Mit neuen, klaren Parteilinien und mit einem neuen Gemeindeparteiobmann zeigen wir, wie eine Bürgervertretung funktionieren soll. Der Bürgermeister kann unparteiisch und uneigennützig für das Wohl der Gemeinde arbeiten. Das wird fortgeführt.

Josef Scharinger (SPÖ): Weil sich die SPÖ am glaubwürdigsten für eine offene und transparente Gemeindepolitik einsetzt. Daher bitten wir die Bevölkerung, uns zu stärken, damit wir eine gewichtige Stimme im Gemeinderat haben.

Hermann Hahn (Liste Pertholz-Aktiv): Weil wir uns eine professionelle, konsequente und uneigennützige Bürgervertretung verdient haben, versehen mit dem nötigen Know-how. Das macht Pertholz Aktiv auch immun gegenüber dem Einfluss gewisser Drahtzieher aus dem Hintergrund.