Europaministerin Edtstadler auf Baustellen-Besuch. Am Gelände des geplanten grenzüberschreitenden Gesundheitszentrums in Gmünd rollen derzeit die Baumaschinen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 26. Juni 2020 (13:23)

Die Einrichtung, in der ab dem kommenden Jahr Patienten aus Österreich und Tschechien behandelt werden sollen, spiegelt für Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) den "Geist Europas" wider. Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) sprach am Freitag von einem gar "historischen Ort".

1.600 Patienten aus Tschechien werden Eichtinger zufolge seit 2013 jährlich im Landesklinikum Gmünd versorgt. "Das ist die Basis, auf dem das Projekt aufgebaut ist." Das geplante Zentrum biete ab 2021 "wohnortnahe Gesundheitsversorgung" für den Raum Gmünd bzw. Ceske Velenice sowie "Wertschöpfung und wichtige Arbeitsplätze für die Region". Konkret geschaffen werden sollen 25 Jobs, die Gesamtinvestitionen für das Projekt bezifferte Eichtinger bei einer Pressekonferenz in unmittelbarer Nähe der Baustelle mit 2,9 Millionen Euro.

Beherbergen soll das Gesundheitszentrum auf rund 700 Quadratmetern Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Für Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP) stellt die Einrichtung "eine wertvolle Ergänzung zu unserem Krankenhaus" dar.

"Hier sieht man, wie die EU und zwei Nachbarstaaten eng zusammenwachsen", sagte Edtstadler, die im Rahmen der Pressekonferenz in Bezug auf das Gesundheitszentrum auch von einem "Vorzeigeprojekt" sprach. Angesichts der Corona-Pandemie und dem Umgang damit innerhalb der EU forderte die Ministerin, nun "aus der Krise die richtigen Lehren zu ziehen". Die Union müsse widerstandsfähiger werden, Schwächen müssten - etwa im Rahmen der Zukunftskonferenz - angesprochen und diskutiert werden.