Avia-Station wächst nach oben. Zubau über Avia-Station bringt kein Komfortplus für Kunden, aber die fällige Erweiterung der Verwaltung. Kostenpunkt samt aktueller Boden-Sanierungen: 300.000 Euro.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 01. September 2016 (05:00)
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Die Avia-Station bei der Stadteinfahrt Gmünd-Mitte erhält Zuwachs: Die jahrelange Expansion macht den Zubau eines Bürogebäudes notwendig, der aus Platzgründen als erster Stock an das Haupthaus angedockt wird.

Das kleine Imperium rund um die „Avia-Station“ an dem im Volksmund vielfach nach der Tankstelle benannten Kreisverkehr Gmünd-Mitte wird wieder um ein Stück erweitert: Da der Platz am Boden bereits weitgehend ausgeschöpft ist, wächst die Station ab 5. September erstmals nicht in die Breite, sondern in die Höhe.

„Es ist die erste Investition, die keine Erweiterung des Angebotes im Sinne der Kunden darstellt. Aber wir stehen in der Verwaltung nach Jahren des Wachsens einfach platzmäßig an.“

Andreas Weber

Ungewöhnlich ist die äußere Form des Ausbaus und auch der Anlass dafür. „Es wird die erste Investition, die keine Erweiterung des Angebotes im Sinne der Kunden darstellt und auch kein Umsatzplus nach sich ziehen wird“, sagt Geschäftsführer Andreas Weber zur NÖN: „Aber wir stehen in der Verwaltung nach Jahren des Wachstums einfach platzmäßig an, das Arbeitsumfeld entspricht nicht mehr den Anforderungen.“

Der Hoheneicher Stahlbauer Robert Bauer, der bereits für die Erweiterung um die Genusswerkstatt verantwortlich gezeichnet hatte, wickelt das Wachsen in die Höhe als Generalunternehmer ab. Parallel zur Hüpfburg wird dabei über den Parkplätzen vor dem bestehenden Büro eine Stelzenkonstruktion montiert, die das künftige Büro Webers, einen Besprechungsraum und das Archiv beherbergt.

Großteil des Geldes bleibt bei heimischen Firmen

„Montiert“ trifft den Kern des Vorhabens deshalb, weil die Errichtung des 72 m2 großen Teils nicht erst auf der Baustelle passiert, sondern vor Ort nur noch zwei bereits vorgefertigte Teile installiert und ins Haupthaus integriert werden müssen. Die Fertigstellung ist bereits für Mitte Oktober geplant.

Der neue Verwaltungstrakt vereint mehrere Vorzüge, wie Weber erzählt. „Die Herausforderung für Robert war es, ein technisch durchführbares und leistbares Konzept zu entwerfen, das einen schnellen und flexiblen Auf- und bei Bedarf auch wieder Abbau ermöglicht.“ Liegt doch direkt darunter in der Erde ein 100.000-Liter-Dieseltank vergraben, der eines Tages das Zeitliche segnen könnte – im Fall eines notwendigen Austausches wären bauliche Barrieren darüber ein kostspieliges Hindernis.

Das im Erdgeschoß frei werdende Büro des Chefs findet künftig als Abrechnungsbüro für Serviceleiter und Küchenchefin Verwendung. Inklusive derzeitiger Sanierungsarbeiten an Fahrbahn und Tankflächen blättert Andreas Weber für den aktuellen Investitionsschub etwa 300.000 Euro hin, wobei ein Großteil des Geldes bei heimischen Firmen bleiben wird.