Baby schnupperte Bergluft. Claudia Traxler und Peter Mezera waren auf einem Kletterurlaub in der Steiermark. Mit dabei war eine besondere „Wanderin“ – ihre acht Wochen alte Tochter Rosa.

Von Markus Füxl. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:56)
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Mit ihrem Baby Rosa wanderte die Gmünderin Claudia Traxler bei einem Wanderausflug der Gmünder Naturfreunde in den steirischen Bergen.

Sie ist die jüngste „Bergsteigerin“ des Bezirks Gmünd: Mit ihren erst acht Wochen absolvierte Rosa Mezera die Anhöhe des Stoderzinkens in der Steiermark.

Getragen wurde sie dabei abwechselnd von Mutter Claudia Traxler und Vater Peter Mezera. Vier Stunden war die junge Familie so bei einem Wanderausflug der Gmünder Naturfreunde unterwegs. „Wir sind das Berggehen gewohnt. Man muss körperlich schon fit sein, um das zu schaffen“, sagt Mutter Claudia im Gespräch mit der NÖN. Die 27-Jährige ist seit zwei Jahren Mitglied bei den Gmünder Naturfreunden. Peter ist der Obmann des Vereins und seit der Kindheit in den Bergen unterwegs.

Warum sie mit ihrer erst acht Wochen alten Tochter unterwegs waren? „Ich habe gedacht, dass ich nach der Geburt länger nicht dabei sein kann. Wir haben es doch probiert und es geht wirklich gut“, sagt Claudia.

Rosa ist bei der Wanderung in einem Tragegurt vor dem Bauch geschnallt. „Mit etwa fünf Kilo dient sie als Gegengewicht zum Rucksack“, sagt Traxler lachend. Außerdem brauche es wie immer gutes Schuhwerk. Beim Bergabgehen verwendete Mutter Claudia zusätzlich Stecken, um Fehltritte zu vermeiden.

Baby schlief in Pension, statt auf der Berghütte

„Die Reaktionen von Freunden und Familie auf unseren Ausflug waren allesamt positiv“, betont Claudia. Auch weil Freund Peter im Bergwandern entsprechend ausgebildet ist, könne das junge Paar die Gefahr entsprechend einschätzen. „Als Mutter ist man immer übervorsichtig. Auch beim Wandern hatte ich Respekt und bin sehr vorsichtig gegangen“, sagt Claudia.

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Auch Papa Peter Mezera trug das Töchterchen.

Die Tour war bis ins kleinste Detail durchgeplant. So nächtigte die Familie nicht wie üblich in einer Berghütte mit einem Schlafsaal für alle Wanderer, sondern in einer Pension. „Rosa hat während der Tour nie geschrien und war ganz entspannt. Am Abend hat sie gut geschlafen, die Bergluft hat ihr gutgetan“, strahlt Claudia.

Seit der Geburt ihrer Tochter sind die Gmünder Naturfreunde übrigens um ein Mitglied reicher. Bereits am zweiten Tag, nachdem sie auf die Welt gekommen war, haben sie ihre Eltern angemeldet.

Für die Zukunft sind weitere Touren geplant. So geht es für die drei am 15. August zum Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze. Die Klettersteige, wie sie der Rest der Ausflugsgruppe auch am Stoderzinken absolviert haben, lassen sie aber auch diesmal aus. „Das ist dann doch alpines Klettern und geht einfach nicht mit einem Kind“, erklärt Mutter Claudia. Sie wird mit ihrer Rosa kleinere Wanderungen um den Weißsee machen.

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