Gmünd

Erstellt am 29. September 2016, 05:00

von Markus Lohninger

Bahnhof wird Baustelle: Wartehalle wochenlang gesperrt. Nach Schaffung von Barrierefreiheit am Bahnhofsgelände wird bis Mitte Dezember auch Wartehalle einer umfassenden Umgestaltung unterzogen.

Das Bahnhofsgebäude wird überarbeitet. Unter anderem wird die Wartehalle umgebaut und die straßenseitige Rampeabgetragen.  |  NOEN, T. Weikertschläger

Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass am Gmünder Bahnhof nach einer 2-Millionen-Euro-Investition das Erreichen von Barrierefreiheit gefeiert wurde – schon gehen die ÖBB den nächsten Schritt: Ab 3. Oktober beginnen auch umfassende Arbeiten zur Umgestaltung der Wartehalle, die Bundesbahnen nehmen dafür noch einmal etwa eine Million Euro in die Hand.

"Es bleibt nur die Stiege bestehen"

Vorgesehen ist laut Pressesprecher Christopher Seif auch hier unter anderem die Schaffung von Barrierefreiheit. Dazu wird ihm zufolge ein Blindenleitsystem installiert, die Portale von der Straßen- und von der Schienenseite werden neu errichtet und der gesamte Eingangsbereich inklusive Aufgang und Fassade neu adaptiert. Die straßenseitige Rampe zur Wartehalle soll indes entfernt werden, weil der barrierefreie Zugang zum Bahnsteig seit dem Vorjahr von der Seite gewährleistet ist. Seif: „Es bleibt nur die Stiege bestehen.“

Die Wartehalle ist für die Arbeiten zwischen 3. Oktober und Mitte Dezember gesperrt. Die Schaffung eines vorübergehenden trockenen und warmen Wartebereiches mit Schalter ist nicht vorgesehen, seitens der ÖBB wird dazu auf eine Wartekoje am Bahnsteig verwiesen.

Vollwärmeschutz-Fassade 2017

Auch noch heuer könnten im Bahnhofsgebäude neue Fenster eingebaut werden, für April 2017 ist die Installierung einer Vollwärmeschutz-Fassade geplant.

Gerüchte über eine Häufung von Verunstaltungen (etwa durch Erbrochenes) oder Vandalenakte in den – von der angeschlossenen Gastwirtschaft mitbenutzten – Bahnhofs-Toiletten kann der ÖBB-Sprecher indes nicht bestätigen. „Kann schon sein, dass die Toiletten einmal verstopft waren oder dass sich jemand übergeben hat, die Regel ist das aber nicht“, sagt er.