Benefiz-Aktion: Fasten und Gutes tun. Nach Idee von Isabella Kitzler: Gmünder Bäckereibetriebe schufen erstes eigenes „Fastenbrot“.

Von Karin Pollak. Erstellt am 10. März 2019 (04:04)
NÖN
Links: In der Bäckerei von Kathrin Pilz wird das Fastenbrot in Laiben gebacken-; Rechts: Eva Döller stellt die Wecken der Pfarre kostenlos zur Verfügung.

Abseits der Debatten um den Karfreitag-Feiertag setzt die Pfarre Gmünd-Neustadt erstmals einen Schritt, mit dem die Fastenzeit vielleicht in der Bevölkerung wieder mehr Aufmerksamkeit erhält: „Es wird in der Pfarrkirche Gmünd-Neustadt ein eigenes Fastenbrot geben“, sagt die Ideengeberin, Pfarrgemeinderätin und Apothekerin Isabella Kitzler. Erstmals wird dieses spezielle Brot am Aschermittwoch nach der Aschenkreuzerteilung verkauft.

Das „Fastenbrot“ backen die Gmünder Betriebe Pilz und Döller. „Die Idee hat mir sofort gefallen. Wir haben ein Brot entworfen, das kleiner, aber nahrhafter als herkömmliches Brot ist“, erklärt Firmenchefin Kathrin Pilz. Das Brot wird aus Roggen-Weizenmehl mit Sauerteig und vielen Körnern gebacken. In ein Quellstück (aufgeweichte Körner) kommen Sonnenblumen, Leinsamen und Sesam dazu. „Wir haben uns auf einen 270 Gramm schweren Laib geeinigt, der mit einem Kreuz an der Oberfläche leicht zu teilen ist. Dadurch profitieren auch Einpersonen-Haushalte“, sagt Pilz. „Wir werden, da wir ja seit 2011 auch sonntags geöffnet haben, das Klein- und Plundergebäck frisch backen“, so Pilz, die das Fastenbrot während der Fastenzeit ins Sortiment der Bäckerei aufnimmt. „Es wird täglich frisch angeboten, solange halt der Vorrat reicht.“

"Wir unterstützen die Aktion gerne"

In der Bäckerei Döller hat man sich für ein Roggensauerteigbrot entschieden. Die 300-Gramm-Wecken werden für die Pfarre Gmünd-Neustadt gebacken und dieser geschenkt. „Wir unterstützen die Aktion gerne. Da mussten wir nicht lange überlegen“, zeigt Eva Döller auf.

Die Bäckereien liefern ihre Fastenbrote nach dem Aschermittwoch noch jeden Sonntag in der Fastenzeit in die Kirche. Dort werden sie nach der Messe verkauft. Der Reinerlös wird gespendet. „Wir unterstützen damit eine gemeinnützige Institution in Gmünd“, betont Isabella Kitzler. Für Pater Georg Kaps ist Brot ein Symbol für die Fastenzeit: „Durch diese Aktion kann man das auch erlebbar machen. Selbstverständlich werde ich dieses Brot auch kaufen.“