Mega-Deal für Leyrer + Graf. Gmünder Unternehmen Leyrer+Graf baut in einer Arbeitsgemeinschaft Ost-Autobahn dreispurig aus. Auftragssumme: 68 Millionen Euro. Baustart bereits Mitte Mai.

Von Markus Füxl. Erstellt am 08. Mai 2019 (05:01)
Symbolfoto: Asfinag
Leyrer + Graf ist von der Asfinag in einer ARGE mit dem Ausbau der A 4-Autobahn auf drei Fahrspuren beauftragt worden.

Es ist das zweitgrößte Projekt nach der Umfahrung Zwettl in der Firmengeschichte von Leyrer+Graf: Mit einer Auftragssumme von 67,86 Millionen Euro ist die Gmünder Firma beim Ausbau der A4 Ost-Autobahn auf drei Fahrspuren zwischen Fischamend und Bruck/West beteiligt. Das Projekt wird in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit den Firmen Habau und Gebrüder Haider abgewickelt.

Startschuss fällt in wenigen Tagen

Mit dem ersten, 16 Kilometer langen Abschnitt bis Bruck an der Leitha West wird Mitte Mai begonnen. 2022 erfolgt dafür die Verkehrsfreigabe. Für den zweiten Abschnitt von Bruck/West bis Neusiedl/Gewerbepark laufen derzeit die Detailplanungen. Den Start dieser Bauarbeiten plant die Asfinag voraussichtlich 2023, die Fertigstellung 2026. Laut Asfinag nutzen täglich rund 65.000 Autofahrer die A 4.

Als Vorarbeiten wurden im Jahr 2018 von Leyrer+Graf bereits acht Ab- und Auffahrtsrampen inklusive Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren umgebaut, zwei Brücken über der A4 generalsaniert, vier Brücken und zwei Gewässerschutzanlagen errichtet. Für die Fahrstreifenerweiterung von Fischamend bis Bruck West wird Leyrer+Graf die kompletten Asphaltierungsarbeiten ausführen.

„Knappe Bauzeit ist Herausforderung“

Die Arbeiten werden von 2019 bis 2022 in vier Hauptabschnitten durchgeführt, wobei jeweils die Wintermonate (Mitte November bis Anfang März) ohne Verkehrsbeeinträchtigung stattfinden. Bis zur Fertigstellung wird es 28 unterschiedliche Verkehrsphasen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen, Spurverlegungen und Verengungen geben.

„Dies ist erforderlich, da auch die bestehende Fahrbahndecke erneuert wird und Brücken verbreitert werden müssen“, sagt Leyrer+Graf-Pressesprecherin Simone Fröschl.

Besondere Herausforderungen bei dem Megaprojekt stellt die knappe Bauzeit in Kombination mit der hoch frequentierten Autobahn dar.

Neben dem Ausbau der Autobahn erneuert die ARGE die Rastplätze Parndorf und Neusiedl. Dabei werden bis Dezember 2019 66 bzw. 75 Lkw-Plätze sowie 34 Pkw-Plätze gebaut. Außerdem entsteht bis Oktober ein neuer überdachter Verkehrskontrollplatz Nickelsdorf. Seit vergangenem Jahr errichtet Leyrer+Graf als Generalunternehmer im Auftrag der Asfinag auf einem 27.500 Quadratmeter großen Areal die neue Autobahnmeisterei im Eco-plus Wirtschaftspark, die NÖN berichtete. Die Gesamtfertigstellung ist für September 2019 geplant. „Es läuft alles nach Plan“, sagt Fröschl.