Tolle Stimmung bei Festival Übergänge/Přechody . Das internationale Kulturfestival Übergänge/Přechody verlangte von den Organisatoren Thomas Samhaber und seiner Gattin Brigitte einiges ab, aber diese Bemühungen haben sich ausgezahlt. Die 40 Programmpunkte, die von 22. bis 25. Juli in Gmünd und České Velenice wurden vom Publikum sehr gut angenommen

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. Juli 2021 (18:24)

„Einen Besucherrekord gab es zwar nicht, aber wir sind sehr, sehr glücklich. Eine Absage wäre vermutlich einfacher gewesen, aber wir haben uns bewusst auf den Mehraufwand mit einem umfassenden Coronakonzept entschieden“, betont Thomas Samhaber.

„Mit dem Festival wollten wir, gerade in Zeiten mit nicht komplett offenen Grenzen, gemeinsame Flagge zeigen. Die Unterstützung von Behörden und dem gesamten Team war großartig. Sogar Bürgermeisterin Helga Rosenmayer hat bei der Einlasskontrolle mitgeholfen. Es gab sogar ausgeweitete Öffnungszeiten in der Teststraße für die Festival-Besucher“, ist Samhaber überwältigt.

Die Bürgermeisterin hat bereits bei der offiziellen Eröffnung gemeinsam mit Bürgermeister Jaromír Slíva (České Velenice) die wichtige Bedeutung der beiden Städte in Europa herausgestrichen. „Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass geschlossene Grenzen nicht mehr zu uns gehören.“

„Denkmal“ sorgte für Irritation

Das Publikum hat das vielfältige Programm genossen und sich sehr diszipliniert verhalten. „Im Schlosspark gab es immer Publikum, egal ob bei Lesungen oder Konzerten“, betont Samhaber.

Vor allem beim Auftritt der Band „Color the Night“, die coronabedingt auf zwei Musiker verzichten mussten, war viel los. Auch das TAM-TAM-Orchester beeindruckte. Ein inhaltliches Highlight sei das Symposium gewesen, das anlässlich des Treffens von Franz Kafka und Milena Jesenka vor 101 Jahren in Gmünd ausgetragen worden ist.

Zu diesem Programmschwerpunkt las der Gmünder Gerhard Grubeck aus dem Buch „Das Treffen zu Gmünd“. Beim Bahnhof in České Velenice wurde ein Denkmal enthüllt, wobei das „Denkmal“ einige Besucher irritiert hat.

„Wir haben kurzfristig ein Bankerl als Symbol aufgestellt. Leider ist die dafür vorgesehene Sitzbank mit Eisenteilen von der Schule in České Velenice und einer Sitzfläche von der Steinmetz-Berufsschule in Schrems nicht fertig geworden. Dieses Denkmal soll im Herbst fertig sein“, erklärt Samhaber, der vor allem ZET-Johann Zeilinger und Blacky Schwarzinger für die Unterstützung beim Equipment dankt.

Eine Fortsetzung von Übergänge/Přechody wünschen sich die Künstler und das Publikum. „Auf unseren Schultern lastet sehr viel. Wenn es Unterstützung gibt und wir etwas abgeben können, dann sind wir auch dafür bereit“, so das Organisatoren-Duo.