Demonstration am Stadtplatz: "Bühne frei für den Klimaschutz"

Mehrere Organisationen schlossen sich zusammen und veranstalteten am 22. Oktober die 3. Waldviertler Klimademo. Auch einige prominente Gäste unterstützten die Forderung nach konsequenter und sofortiger Umsetzung von konkreten Klimaschutzmaßnahmen.

Erstellt am 23. Oktober 2021 | 12:23

Die Veranstalter Parents for Future Waldviertel, Plattform Lebenswertes Waldviertel, Verkehrs- und Regionalforum Waldviertel, Transitstopp Waldviertel, KEM Thayaland, Gemeinwohl-Ökonomie Waldviertel, Radlobby Waidhofen/Thaya, Initiative Pro Franz-Josefs-Bahn, Living Rooms Künstler*innenkollektiv und Organisator Christian Oberlechner hatten die Kundgebung unter das Motto "Bühne frei für den Klimaschutz" gesetzt: Prominente Künstler und Persönlichkeiten unterstützten die Forderungen durch ihre Auftritte. 

Die Musiker Sonja und Sigi Schneider spielten Interpretationen von bekannten Songs und eigene Lieder, die Musikformation „Fiddlma“ brachte Weltmusik auf die Bühne, die Mitbegründer der Gruppe „Schmetterlinge“ - Beatrix Neundlinger und Georg Herrnstadt - spielten politische Lieder aus der „Proletenpassion". Elena Sarto, U20 Staatsmeisterin im Poetry-Slam, und ihre Kollegin "LiRow" standen mit selbstgeschriebenen Texten zum Klimaschutz auf der Bühne. Die BASOP Zwettl setzte sich in einem Klimaprojekt mit den Sorgen und Wünschen der jungen Generation auseinander.

"Stellts euch vor, der Zug wär ein Auto"

Heini Staudinger, der per Video zugeschalten wurde, betonte: „Noch nie haben die Profiteure des Systems ein System verändert. Es liegt an uns, Druck von der Straße zu machen und die Veränderungen in Gang zu setzen.“ Der Kabarettist Robert Palfrader unterstützte auf humorvolle Art die Forderung nach einer Fahrzeitverkürzung auf der Franz-Josefs-Bahn: „Stellts euch vor, der Zug wär ein Auto, mit unheimlich viel PS, Chauffeur, Essen und Klo gehen inklusive. Vielleicht müssen wir es nur anders kommunizieren."

Eine der Hauptforderungen ist nämlich der Vollausbau der Franz-Josefs-Bahn mit einer Fahrzeitverkürzung von Gmünd nach Wien auf 72 Minuten: „Die Franz-Josefs-Bahn muss das Kernstück einer Mobilitätswende werden und nur eine massive Fahrzeitverkürzung gemeinsam mit dem Klimaticket kann hier die richtigen Voraussetzungen schaffen. Das ist technisch machbar und sicher kein Budgetproblem“, meint Organisator und Klimaaktivist Christian Oberlechner: „Wir brauchen nicht ein bisserl Klimaschutz, sondern das volle Programm." Die Zahl 72 stehe nicht nur für die Minuten, sondern auch für "mutige Klimapolitiker, die außerhalb und innerhalb ihrer Fraktionen die Veränderungen schaffen. Und die müssen wir finden, in allen Parteien. So einfach ist das“, sagte Oberlechner.