Ende der Rumpelpisten: „Lösung für einige Jahre“. Ohne monatelange und Millionen Euro teure Sanierungsprojekte die meisten Rumpelpisten glätten: Das geht laut Stadtführung auch durch dünne neue Beläge.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 10. Oktober 2019 (04:34)
J. Bode
Der neue Straßenbelag in der Conrathstraße ist fertig.

Etwas Geduld ist noch gefordert, dann sollte ein wohl in die Geschichte der Stadt eingehendes Jahr der Straßenbaustellen für Teil- oder Generalsanierungen, Gas-, Breitband- und andere Netze in Gmünd nicht nur kalendermäßig, sondern auch baustellenmäßig zu Ende gehen. Aktuell beschäftigt der Mix aus Sperren, Gräben, Schotterpisten, Umleitungen und frischem Belag sämtliche Teile der Stadt zwischen den Einfahrten aus Schrems, Weitra und Litschau samt wesentlicher Hauptstränge und dem Stadtplatz.

Dass Stadt und Land derzeit einige der ärgsten Rumpelpisten – mit Ausnahme des unteren Teiles der Emerich-Berger-Straße, die 2020 generalsaniert werden soll, oder der Gymnasiumstraße – auf Vordermann bringen, freut viele Gmünder. Andererseits klingen Zweifel an der Langfristigkeit der Maßnahmen etwa in Weitraer Straße oder Conrathstraße durch: Wie lange kann eine Asphaltdecke halten, unter der der desolate Bestand nur hauchdünn abgefräst wird?

Wo‘s nicht ging, da muss generalsaniert werden

„Natürlich wären uns Generalsanierungen lieber“, sagt Infrastruktur-Stadtrat Martin Preis (ÖVP). Das wären aber Millionenprojekte, die aktuellen Maßnahmen spielen sich für die Gemeinde im Bereich von 200.000 Euro ab.

Preis: „Es sind gute, von Experten erarbeitete Lösungen für mehrere Jahre, die wieder stoßdämpferschonendes Fahren ermöglichen.“ Im Mittelteil der Stiftergasse in der Neustadt hätten Fachleute die Maßnahme wegen schon zu starker Beschädigung als sinnlos eingestuft, sie muss generalsaniert werden.

Die Stadt hängt sich wie berichtet an einem Gesamtpaket des Landes NÖ für derartige Sanierungen an. Preis: Lob gebühre der Abteilung Güterwegebau und Stadtbaudirektor Michael Prinz, die diese Chance für Gmünd erkannt hätten. VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer: „Ich freue mich darauf, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind. Wichtig wäre es, dass das noch vor dem Winter gelingen kann.“