Flüchtlingspark: Attraktivierung mit Anlaufzeit

Zwei Jahre nach Planung geht es in Gmünd los: Beleuchtung soll heuer optimiert werden, der Rest folgt 2022.

Markus Lohninger
Markus Lohninger Erstellt am 07. Oktober 2021 | 06:33
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So soll der Flüchtlingspark 2022 aussehen.
Foto: Büro Grassauer

Beim Gmünder Flüchtlingspark zwischen Dr.-Karl-Renner-Straße und Bundesstraße B41 tut sich zwei Jahre, nachdem monatelang intensiv über eine Neugestaltung nachgedacht worden war, allmählich etwas: Noch heuer soll eine Verbesserung der Beleuchtungs-Situation realisiert werden, mit der Umgestaltung inklusive neuem Wegebau und auch einigen Baum-Neupflanzungen im Frühjahr 2022 begonnen werden.

80 Prozent der etwa 170.000 Euro an Investitionskosten werden laut Infrastruktur-Stadtrat Martin Preis (ÖVP) aus „Leader“-Geldern finanziert. Vor der definitiven Zusage im August hätten allerdings keine Aufträge für Teilprojekte vergeben werden dürfen, ohne den Anspruch auf die Förderung für das jeweilige Teilprojekt zur Gänze zu verlieren. Danach seien die Terminpläne der Baufirmen kaum mehr strapazierbar gewesen, und damit seien die Chancen gesunken, den Wegebau sowie die geplanten Bepflanzungen noch vor dem nahenden Winter abschließen zu können.

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Daher gibt es laut Preis für heuer erst die Zusage der EVN für Lampentausch und Installation mehrerer weiterer Leuchten. Das sei deshalb wichtig, weil LED-Licht eben primär im Winter benötigt wird und aktuell einige zentrale Wegbereiche schlecht ausgeleuchtet sind.

Zum Ziel einer pietätvollen Attraktivierung des 15.500 m² großen Parkes, der das Andenken an mehr als 30.000 während des Ersten Weltkriegs im Gebiet der heutigen Gmünder Neustadt verstorbene Flüchtlinge wahrt, wurde unter Einbeziehung von Landschaftsplaner Franz Grossauer und der Bevölkerung einst wie berichtet ein Konzept entwickelt. Auf politischer Ebene war dann das Ausmaß der Maßnahmen diskutiert worden – die SPÖ hatte ein über die Pläne der Stadtregierung vor allem hinsichtlich Beleuchtung, Wege und Grünanlagen hinausgehendes Konzept gefordert. Geplant sind nun für nächstes Jahr auch eine Beschilderung mit historischen Infos, Staudenbeete, kleine Verweilbereiche und ein um den Hauptweg gewundener neuer Schlenderweg. In Richtung B41 wird eine Hecke als optischer Abschluss eingezogen.