Gasthof Pauser: Ende mit 22. September. Rückläufige Entwicklung, erfolglose Personal- Suchen: Werner Pauser schließt Gasthof nach 34 Jahren.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 05. September 2019 (04:48)
Anna Hohenbichler
In wenigen Wochen sperrt Werner Pauser seinen Gasthof zu. Das Gebäude will er verkaufen.

Nach 34 Jahren sperrt Werner Pauser am 22. September die Tür zu seinem Gasthof in der Gmünder Bahnhofstraße endgültig zu. „Bis dahin haben wir noch Reservierungen für die Fremdenzimmer. Das will ich noch erfüllen“, sagt er. Danach soll Schluss sein. Die Entscheidung habe er vor etwa einem Monat getroffen, wie er im NÖN-Gespräch erklärt.

„Ich könnte mit den Erfahrungen ein Buch füllen.“ Werner Pauser über Erlebnisse in seinem Gasthof.

Seine Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur, einen großen Teil macht aber die erfolglose Suche nach Personal aus: „Händeringend hätte ich nach einer Küchenhilfe gesucht.“ Der bürokratische Aufwand hinter seiner eigentlichen Tätigkeit stellt einen weiteren Grund dar. Es sei in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, so Pauser.

Jetzt zieht er den Schlussstrich: „Der 22. September ist mein letzter Arbeitstag hier.“ Über das Gastgewerbe resümiert er, dass das Wirtesterben nicht grundlos passiere. Denn: „Die Arbeit wird einem wegen der ganzen Auflagen erschwert.“ Mit dem Inkrafttreten des Rauchverbotes werde die Situation wohl noch prekärer, das Schließen von Gasthäusern weitergehen, meint Werner Pauser.

„Könnte mit  Erfahrungen ein Buch füllen…“

Den Gasthof so zu betreiben, dass er noch rentabel genug ist, sei aktuell kaum umsetzbar. Die Auslastung der Fremdenzimmer war immer zufriedenstellend. Pauser: „Ich kann mich nicht über das Mittagsgeschäft beklagen. Das Abendgeschäft ist vielmehr das Problem.“ Trotzdem müssen die Kosten gedeckt werden. Er verweist außerdem auf die zu wenigen Parkplätze um sein Lokal. Für viele Gäste sei das natürlich entscheidend.

Wie geht es nun weiter? Der Selbständigkeit kehrt Werner Pauser den Rücken zu, will sich einen neuen Job suchen, nicht unbedingt in der Gastronomie: „Ich werde sehen, was sich ergibt.“ Das Gebäude will er jedenfalls verkaufen, selbst in sein Elternhaus übersiedeln. Ob die Räumlichkeiten auch danach als Gasthaus genützt werden, ist nicht absehbar. Mit seinen acht Fremdenzimmern und den Wohnräumen bietet das Haus viele Möglichkeiten.

Auf die vergangenen Jahre seit 1985 blickt Werner Pauser mit gemischten Gefühlen zurück – immerhin ist in dieser Zeit viel passiert: „Ich könnte mit den Erfahrungen ein Buch füllen.“ Fehlen werden ihm vor allem seine Stammgäste.