Generalsanierung: Shoppen trotz Totalsperre. Größtes Straßenprojekt der Bezirkshauptstadt im Sommer ist voll angelaufen. Supermärkte sind durch eigene Zufahrten weiterhin erreichbar.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 19. Juli 2019 (04:21)
M. Lohninger
Machten sich ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten in der Emerich-Berger-Straße: Baudirektor Michael Prinz (links) und Infrastruktur-Stadtrat Martin Preis. Seit Montag ist das obere Stück gesperrt.

Noch sind die Spuren des großflächigen Breitband-Netzbaus durch die nöGIG in der Bezirkshauptstadt nicht aus dem Straßenbild verschwunden, schon hat die Erneuerungswelle der Stadtgemeinde Gmünd voll eingesetzt: Die Emerich-Berger-Straße soll wie berichtet heuer und 2020 komplett neu gebaut und mit einer 2,5 m breiten Geh- und Radweg-Kombination entlang der bekannten Geschäftszeile ausgestattet werden. Für die Arbeiten durch die Baufirma Leyrer+Graf herrscht seit 15. Juli im oberen Bereich beim Kreisverkehr eine Totalsperre.

Diese Sperre ist laut Baudirektor Michael Prinz für vier Wochen anberaumt, gleich danach und bis spätestens Schulbeginn soll der Bereich zwischen Eurospar und Pagro gesperrt sein. Die Generalsanierung und Erweiterung in der unteren Passage zwischen Pagro und der Einmündung in die Weitraer Straße ist erst für 2020 geplant – aus gutem Grund, wie ÖVP-Infrastrukturstadtrat Martin Preis erklärt: „Die Straße wird im Schnitt von mehr als 105 Schulbussen pro Tag frequentiert, eine Sperre über die Ferienzeit hinaus wäre nicht tragbar.“ Eine Generalsanierung der Straße in einem Aufwaschen wäre wegen nötiger Sperren nicht möglich, ohne das Einkaufsvergnügen massiv zu beeinträchtigen.

Kreisel: Fünfte Ausfahrt als Dauerlösung?

Durch die gewählte Vorgehensweise ist auch während der Arbeiten der Einkauf in allen Geschäften der „Einkaufsmeile“ durchgehend möglich, wie Preis und Prinz betonen. Der Parkplatz zum Pagro-Markt bleibt direkt befahrbar, weil die Kreuzung mit der Mexikogasse nur zur Hälfte in die Arbeiten einbezogen werden muss. Eurospar erhielt zum Wochenstart eine eigene provisorische Parkplatz-Zufahrt (aus Richtung Pagro), für Billa wurde extra eine provisorische fünfte Ausfahrt aus dem Kreisverkehr geschaffen.

Die neue Abfahrt zu Billa wird nicht nur in der Bevölkerung positiv aufgenommen, sondern auch seitens der Stadtführung und von Billa selbst, wie Stadtrat Preis erklärt: „Die Praxis zeigt, dass das eine gute Dauerlösung sein könnte, die die bisherige Situation mit zwei Einfahrten zu Supermärkten direkt gegenüber entspannen würde.“ Die Stadtführung befürworte daher Bemühungen seitens Billa für den Bau einer fixen Zufahrt nur noch über den Kreisverkehr, habe diese sogar angeregt.

Die Nebenanlagen am Kreisverkehr selbst sollen im Zuge der aktuellen Arbeiten übrigens bis Herbst noch dahingehend adaptiert werden, dass die gesamte Runde durchgehend auf Radwegen passiert werden kann – mit eigenen Zufahrten zu Eurospar und auch Billa.

Ebenfalls berücksichtigt werden Erneuerungen der Straßenbeleuchtung für die Emerich-Berger-Straße inklusive des neuen Geh- und Radweges. Zugleich wird die Wasserleitung über die aktuelle Baustelle hinaus bis zum Schulzentrum saniert – nachdem es dort bereits zu mehreren Rohrbrüchen gekommen war.

Das Investitionsvolumen für die aktuellen Vorhaben liegt laut Gemeinderats-Beschluss bei etwa 275.000 Euro (brutto).

Neue Asphaltdecken sollen in den nächsten Monaten wie berichtet zudem die zentralen Verkehrsachsen Weitraer Straße und Conrathstraße sowie Hans-Lenz-Straße, Stiftergasse und Grenzgasse erhalten. Einer Generalsanierung harrt hinter dem Gymnasium die Czadekgasse.