Großbaustelle im Zentrum: Tischler rüsten auf. Wohnstudio Schulner in Bahnhofstraße 18 wird saniert. Und: Neuer Wohnraum für Innenstadt!

Von Markus Lohninger. Erstellt am 09. März 2019 (04:04)
J. Bode
An der Volksbank-Kreuzung wird schon baldrege Bautätigkeit herrschen.

Das im Mai 2015 eröffnete Wohnstudio Schulner in der Bahnhofstraße 18 lädt zum großen Schlussverkauf ein. Der Anlass dafür ist ein freudiger: Die Tischlermeister Herbert Schulner und Jochen Stanek, die das markante Gebäude (vormals Möbel-Glaser) in verkehrstechnischer Top-Lage bei der „Volksbank-Kreuzung“ einst erworben hatten, starten zur großen Sanierung.

Diese umfasst nach Auskunft von Herbert Schulner neben der Fassade und der Geschäftsfläche im Erdgeschoß auch die zuletzt ungenutzten Obergeschoße, in denen neuer Wohnraum geschaffen werden soll. Im Vorfeld soll der Schlussverkauf helfen, das Geschäft (geöffnet derzeit großteils gegen Voranmeldung) komplett zu räumen.

"Lösung für Parkplätze stehe in Aussicht"

Die wärmetechnisch bis dato nicht isolierte Fassade soll dann thermisch saniert werden, in den zwei Obergeschoßen soll die bisherige Glasfront komplett abgetragen und durch neue Außenmauern ersetzt werden. Dahinter sollen auf beiden Stockwerken jeweils vier etwa 70 m2 große Mietwohnungen entstehen, die Arbeiten für Elektriker, Installateure sowie der Trockenbau sind bereits angelaufen.

Für die künftigen Mieter soll ein eigener Seiteneingang im Bereich der Hausdurchfahrt geschaffen werden, über den es durch einen Gang zur neuen Aufzuganlage gehen soll. Um Platz dafür zu schaffen, muss im hinteren Bereich ein kleiner Teil des Wohnstudios geopfert werden. Für die Deckung des Parkplatz-Bedarfs der Bewohner stehe, wie Schulner sagt, bereits eine Lösung in Aussicht.

Auch im Geschäft selbst soll kaum ein Stein auf dem anderen bleiben, so Schulner: „Fenster, Böden oder Elektroinstallationen werden ersetzt, die Decke abgehängt, der Eingangsbereich neu gestaltet.“ Mit dem Wohnstudio an sich will er auch weiterhin Komplettanbieter sein.

Wohnstudio Schulner „rechnet sich an sich“

Die Tischlermeister mit eigenständigen Betrieben in Süßenbach bzw. Schrems sahen den Start vor vier Jahren eher als Provisorium, erklärt Schulner: Inzwischen könne man die Situation realistisch beurteilen, habe mehrere Ideen für die Gebäudenutzung durchgedacht und sich für die Kombination aus Wohnstudio und Wohnen entschieden. Die Geschäftstätigkeit in seinem Wohnstudio ist laut Herbert Schulner „schwankend. Es könnte besser sein, aber es rechnet sich an sich.“

Das Gerüst für die Fassadenarbeiten könnte schon bald aufgebaut werden. Ziel ist die Fertigstellung auf jeden Fall noch im laufenden Jahr – wobei die Abwicklung des Projektes neben den laufenden Tischlereibetrieben der Hauseigentümer freilich eine Herausforderung ist.