Gutes Ende für Jungstörche. Ende Juli waren drei Störche aus dem Nest beim Wifi gefallen. Zwei zogen Richtung Süden, einer wird über den Winter betreut.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 03. September 2020 (10:30)

Happy End für die Jungstörche, die Ende Juli aus ihrem Nest am Wifi-Schornstein gefallen sind: Wie damals versprochen, kümmerte sich die Gmünder Tierschützerin Brita Schmid weiterhin fürsorglich um die Tiere. Vergangene Woche haben sie Gmünd verlassen.

Aber: Nicht alle drei Tiere zogen Richtung Süden. Während sich die zwei größeren Jungstörche am 22. August auf die Reise gemacht haben, blieb der dritte zurück – und damit die Sorgen: „Er war von Haus aus schwächer“, sagt Schmid. Sie habe sich dann weiter um ihn gekümmert und war bei seinen Flugversuchen dabei. Er flog oft zwischen Bäumen durch und hatte dabei wahrscheinlich etliche Schwungfedern verloren, was ihn daran hinderte, an Flughöhe zu gewinnen: „Ich musste immer wegschauen.“

Brita Schmid wandte sich an den Storchenverein Rust. Ihr wurde geraten, den Jungvogel einzufangen und ihn nach Rust zu bringen. Bettina Schrenk half ihr beim aufwändigen Einfangen. „Eine liebe Freundin fuhr mich noch am Freitagabend mit dem Storch nach Rust“, erzählt Schmid: „Er muss hoch kreisen können, davon war er weit entfernt.“ Er lebt nun mit vier weiteren Störchen in einer großen Voliere, wird dort den Winter über betreut, um im Frühjahr selbständig leben zu können. „Jetzt bin ich beruhigt, er ist in Sicherheit“, sagt Schmid, die die Jungstörche rund einen Monat lang tagtäglich betreut hat.