Altstoffsammelzentrum: Verschärfungen sind möglich. Zwei Monate nach der Einführung des digitalen Kartensystems fällt die Bilanz positiv aus. Sorgen machen allerdings einige undisziplinierte Nutzer.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 08. September 2021 (04:37)
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Seit zwei Monaten gibt es im Altstoffsammelzentrum ein Kartensystem. Ein paar Erkenntnisse brachte die Zeit schon.
Stadtgemeinde Gmünd

Anfang Juli startete im Altstoffsammelzentrum Hoheneich-Gmünd an der B41 wie berichtet das digitale Zutrittssystem mit Karten für Liegenschaftseigentümer bzw. Haupt- und Nebenwohnsitzer der beiden Gemeinden. „Grundsätzlich ist die Bilanz sehr gut“, sagt Hoheneichs Bürgermeister Christian Grümeyer.

Es sei geplant, die bisherigen Öffnungszeiten bis Jahresende mit Personal zu besetzen und danach erst in reduziertem Umfang Mitarbeiter dafür einzusetzen. „Vor allem an Tagen, an denen ohnehin weniger Frequenz ist. Das haben auch die Mitarbeiter schon angemerkt“, erklärt er. Ganz ungetrübt ist das Fazit aber nicht, es wurde auch von nicht-ordnungsgemäßem Entsorgen und verwüsteten Zuständen berichtet. Diese „ganz wenigen Ausreißer, die das Angebot ausnutzen“, sind auch Christian Grümeyer bekannt. Als Antwort darauf denkt er an eine genauere Kontrolle per Videoüberwachung. „Und im schlimmsten Fall kann man denjenigen die Karte entziehen“, sagt er.

Aktuell dürfen Fahrzeuge nur im Fünf-Minuten-Intervall ins Altstoffsammelzentrum einfahren. Daran könnte noch nachgebessert werden, denkt Grümeyer: „Wir müssen uns noch ansehen, ob das in Zukunft kürzere oder längere Zwischenzeiten sein werden.“ Dass das Angebot Anklang findet, zeigt jedenfalls die Anzahl der ausgegebenen Karten: Zum Ende der Vorwoche waren es 532 Stück in Gmünd und 362 in Hoheneich.

Am 11. September lädt das Altstoffsammelzentrum übrigens zu einem „Tag der offenen Tür“: Neben Informationen zur Abfallentsorgung und dem neuen Zutrittssystem gibt es dabei auch ein Schätzspiel, bei dem es zwei Tageskarten für die Sole-Felsen-Welt zu gewinnen gibt.