Infoveranstaltung: „Schluss mit der Wolfs-Hetze“. Verein gegen Tierfabriken warb Unterschriften für Petition zum Schutz des Wolfes.

Von Werner Grubeck. Erstellt am 25. Dezember 2018 (05:15)
Werner Grubeck
Beim Wolf-Aktionstag am Gmünder Stadtplatz: Martin Balluch, Jörg Mayr, Klaus Dacho, Brita Schmid und Jana Wagner.

Das Thema Wolf bleibt allgegenwärtig. Vorige Woche lud der Verein gegen Tierfabriken zur Infoveranstaltung am Gmünder Stadtplatz unter dem Motto „Schluss mit der Hetze gegen den Wolf“ ein. „Es geht uns darum, vor allem die Kinder und Jugendlichen über die tatsächliche Gefahr für den Menschen zu sensibilisieren“, sagte Vereinsreferent Harald Balluch.

Der Zulauf hielt sich in Grenzen. Die Petition zum Schutz des Wolfes unterschrieb dennoch ein Großteil, darunter auch ein Gmünder Jäger. Balluch, der seit elf Jahren jährlich mehrere Wochen mit seinem Hund in den Südkarpaten unterwegs ist: „Dort leben 3.000 Wölfe in der freien Natur. Es kam nie zu bedrohlichen Situationen, auch nicht gegen meinen Hund. Die Angst der Bevölkerung ist unbegründet, sie wird aber durch Medien geschürt.“

Dass im Bezirk vom Wolf schon Nutztiere gerissen wurden, ist dennoch Tatsache. Balluch bestreitet das auch nicht, relativiert aber: „Der Mensch tötet 90.000 Schafe pro Jahr, 8.000 fallen Unwettern zum Opfer, der Wolf reißt nur an die 100 Schafe. Übrigens hat das seit 2017 am Truppenübungsplatz Allentsteig lebende Wolfsrudel bislang weder Menschen bedroht noch Nutztiere gerissen.“