Dritter Vogelgrippe-Fall. Warten auf Befund von toter Wildente – Geflügelpest ist im Raum Gmünd noch nicht ausgestanden. Harabruckteich-Promenade bleibt weiterhin gesperrt.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:20)
NOEN, APA (dpa)

Zwei Wochen nach dem ersten nachgewiesenen Fall des Vogelgrippe-Virus H5N8 in Niederösterreich – über den gmünd.NÖN.at am 18. Jänner als erstes Medium berichtet hatte – ist der Raum um den Fundort immer noch eine Sperrzone.

Der Einstieg in die beliebte Promenade um den Großen Harabruckteich, die erst vor wenigen Wochen erstmals mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet worden war, ist somit für Spaziergänger nicht möglich. Wie lange das so bleiben soll, das kann Bezirkshauptmann Johann Böhm noch nicht sagen: Er hofft auf Warmwetter, gegen das das Virus empfindlich ist. Ob ein wirklich merkbarer Wetterumschwung bereits in den nächsten Tagen in Gmünd eintrifft, das lässt sich anhand der aktuellen Vorhersage-Modelle schwer feststellen.

Sperre der Promenade bleibt aufrecht

Die vorläufig aufrecht bleibende Sperre der Promenade erklärt Böhm gegenüber der NÖN durch eine Schutzmaßnahme vor einer eventuellen Verschleppung des H5N8 womöglich bis in einen Geflügelbetrieb: „Sollte es noch länger kalt bleiben, so wird man über Alternativen nachdenken müssen.“

Fest steht jedenfalls nach Auskunft des Bezirkshauptmanns, dass auch der dritte aus Gmünd an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit eingeschickte Höckerschwan der für Federvieh hochinfektiösen Geflügelpest erlegen ist. Zu Redaktionsschluss stand noch der Befund über eine inzwischen am Braunauplatz in Gmünd gefundene tote Wildente aus, ein toter Falke aus der Gemeinde Schrems und ein in der Gemeinde Hirschbach verendeter Graureiher wurden indes laut Johann Böhm negativ auf das Virus getestet.

Am Harabruckteich selbst lebt seit einigen Tagen kein einziger Schwan mehr – die beiden letzten Exemplare sind wie berichtet zur Lainsitzbrücke bei der Litschauer Straße übersiedelt.

Funde von toten Wasser- und Greifvögeln müssen der Bezirkshauptmannschaft Gmünd weiterhin unter Tel. 02852/9025-25650 gemeldet werden.