Kurt Karasek: „Einbrüche hören nicht auf“

Immer wieder die selben Jugendlichen würden in Gmünd Einbrüche begehen, klagt Kurt Karasek .

Johannes Bode
Johannes Bode Erstellt am 23. September 2021 | 06:40

Mehr als verärgert ist der Gmünder Unternehmer Kurt Karasek: Die Serie an Einbrüchen in sein Geschäft in der Litschauer Straße reißt nicht ab. Erst vor einem Monat und noch einmal in der Vorwoche bekam er im Hanf-Shop unliebsamen nächtlichen Besuch. Die Bilder von der in der Einfahrt montierten Wildkamera zeigen es, Hoffnungen macht sich Karasek nach den bisherigen Erfahrungen dennoch keine großen.

Neben Kamera auch Alarmanlage installiert

Unternehmer geht von Bande aus. Der Geschäftstreibende ist sich sicher, dass hinter den Beutezügen eine Bande an Jugendlichen steckt. Diese würden nicht nur bei ihm Straftaten begehen, sondern in ganz Gmünd. Auch Autos hätten sie schon aufgebrochen, Schäden bei einem öffentlichen Spielplatz sowie im Strandbad angerichtet und in einen Jugendraum eingebrochen, klagt er.

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Elf Monate ist der erste derartige Besuch bei ihm her, als wie berichtet unter anderem die Kassa entwendet worden war. Inzwischen musste er neben einer Wildkamera auch eine Alarmanlage installieren: „Dass es so weit kommt habe ich mir selber nicht gedacht.“

Das Problem, so Karasek: Es handle sich um Jugendliche, die teils noch strafunmündig sind. Die Älteren würden den Jüngeren sagen, was zu tun ist. Nach den ersten Einbrüchen habe es nur Arbeitsstunden als Strafe gegeben. Er zeigt den Akt einer Verhandlung: 120 Stunden gemeinnützige Arbeit und einen Kostenbeitrag von 150 Euro. „Die lassen sie machen, was sie wollen“, klagt Karasek. Was ihn besonders aufregt: „Das sind alles vorsätzliche Taten mit Ausrüstung wie etwa schwarzen Masken.“ Die Akten bei seinem Anwalt seien schon „so dick wie früher fünf Quelle-Kataloge“.

Polizeichef Brocks: „Die große Serie sehe ich nicht.“

Bezirkspolizei-Kommandant Wilfried Brocks bestätigt die Existenz Jugendlicher, „die alles mögliche treiben und auch einbrechen“. Aber: „In dem geschilderten Ausmaß ist uns das Problem nicht bekannt. Diese große Serie sehe ich nicht.“

Brocks zum Thema Strafunmündigkeit: Aufgabe der Polizei sei es, aufzuklären. „Danach muss das Gericht im Rahmen des Möglichen agieren, das ist in einem Rechtsstaat eben so. Ist jemand noch strafunmündig, so werden dennoch auch bei ihm Akten zu einem Verfahren angelegt“, warnt der Polizeichef.