k:zwei Wirtschaftstreuhand: Stiller zehnter Geburtstag. Gmünder Steuer- und Unternehmensberater-Kanzlei startete covidbedingt ohne Feier, aber dafür mit jeder Menge Arbeit ins elfte Bestandsjahr.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 16. Januar 2021 (05:48)
Ein Teamfoto aus Zeiten vor Corona: Gerald Seidl, Christian Kunst, Alena Kunst, Sonja Wopelka, Vaclav Machac, Michaela Kunst, Birgitt Weixelbraun, Sabine Krenn und Christoph Maierhofer (von links). Nicht am Bild: Anita Josef, Philipp Scherzer, Viktoria Preisl und Ernst Höcherl.
privat

Das erste große Jubiläum hätte er sich anders vorgestellt: Zehn Jahre, nachdem Christian Kunst den Kundenstock einer Steuer- und Unternehmensberater-Kanzlei erworben und sich in Gmünd selbstständig gemacht hatte, war vorige Woche nicht einmal die Belegschaft zum Anstoßen da.

Covid-19 und die Maßnahmen im Kampf dagegen haben nicht nur den zehnten Geburtstag der „k:zwei Wirtschaftstreuhand“ geprägt, sondern – wie in allen Betrieben – den kompletten Alltag seit dem März 2020. Das sei eine Herausforderung, die hohe Zeitressourcen auf sich ziehe, sagt Kunst: „Den Weg durch den Förderdschungel weisen zu können heißt, auf wöchentliche Änderungen zu reagieren. Man will für alle Klienten das Optimum herausholen, aber keinen Förderbetrug bewirken.“ Vor allem die Anbahnung des Umsatzersatzes sei, auch bedingt durch sehr kurze Fristen und teils schwammige Branchenbestimmungen, fordernd gewesen. Sie habe teils Ungerechtigkeiten zutage gefördert.

Corona hat auch teamintern einiges geändert: Die elf Beschäftigten wählen nun, ob sie im Büro oder Homeoffice arbeiten. Kunst hält diese Freiheit für eine langfristige Option. Die vor CoV gewälzte Idee, den Dachboden im 2018 neubezogenen Büro an der Ecke Litschauer Straße und Ignaz-Pilz-Gasse auszubauen, liegt daher vorerst auf Eis.

Aber: Die Zeichen stehen immer noch auf Wachstum. Die Zahl der Klienten stieg binnen drei Jahren um ein Drittel auf aktuell 453. Hohen Zulauf ortet Kunst auch von Tochtergesellschaften tschechischer Firmen in Österreich: „Wir bräuchten hier zusätzliches Personal.“ Derzeit hänge sehr viel an seiner Gattin Alena. Sie spricht Tschechisch, ist seit 1. Jänner offiziell an der Kanzlei beteiligt.