Leyrer+Graf: An neuen (Beton-)Wegen getüftelt . Die Firma Leyrer+Graf wirkt beim Forschungsprojekt „EcoRoads“ mit. Auf einer Teststrecke wurde Walzbeton getestet – mit guten Ergebnissen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. Juli 2020 (14:54)
Feldversuch Walzbeton bei Leyrer+Graf: Es gilt, effiziente Wege zur Aufrüstung des Landesstraßennetzes mit Beton zu finden.
Leyrer+Graf Baugesellschaft m.b.H.

Beton ist auf Autobahnen und Schnellstraßen, aber wegen der geringeren vorgesehenen Belastung kaum im Landesstraßennetz verbreitet. Auch da ist die Last aber durch Schwerverkehr teils enorm. Leyrer+Graf ist einer von drei Projektpartnern Österreichs, der nun im Zuge des Forschungsprojektes „EcoRoads“ bei der Errichtung von Teststrecken mitwirkt. Daraus sollen Erkenntnisse für die Sanierung des Landesstraßennetzes gewonnen werden, um maßgeschneiderte Lösungen entwickeln zu können.

Beton auch in Landesstraßen, aber wie?

Gesucht sind im Forschungsverein „EcoRoads“ weitere Methoden für effizienten Betondeckeneinbau. Als Vorteile von Betondecken sieht er die höhere Verkehrssicherheit, weil es keine Spurrinnen gebe, die Fahrbahnen heller und griffiger seien und durch geringeren Abrieb auch weniger Feinstaub produziert und Treibstoff verbraucht werde. Zudem seien sie dank raschem Einbau, hoher Belastbarkeit und Lebensdauer auch wirtschaftlich.

Die Herausforderung ist, dass die Platzreserven der im Regelfall im höherrangigen Netz eingebauten Gleitschalungsfertiger im Landesstraßennetz meist fehlen. Als Alternative zum Betondeckenbau wird daher vielfach feuchter Walzbeton gesehen.

Teststrecke bei Leyrer+Graf

Dazu wurden im Schotter- und Betonwerk der Gmünder Leyrer+ Graf Bau GmbH nun eine 225 Meter lange Teststrecke und eine etwa 600 m² große Testfläche für Walzbeton errichtet. Hier wurden spezielle Betonrezepturen getestet, die in Kooperation mit der TU Wien im Labor der Smart Minerals GmbH erstellt worden waren.

Sand, Splitt und Beton stammten von Leyrer+Graf. Die Ergebnisse seien von den Projektverantwortlichen hinsichtlich Ebenheitsanforderungen bzw. Oberflächenbeschaffenheit als bisher beste Resultate eingestuft worden, heißt es in einer Aussendung. Die Einbau-Partie habe eine „großartige Leistung“ vollbracht.

Dank vom Chef

Dem Projektteam dankte daher auch CEO Stefan Graf für das Engagement und die Leistung während des Feldversuches.

Und, so Graf: „Wir sind sehr stolz, einer der Projektpartner aus der Industrie zu sein, die am Forschungsprojekt beteiligt sind und durch den Bau von Test strecken wichtige Erkenntnisse gewonnen werden können, um eine effiziente Alternative bei der Sanierung von Landesstraßen zu bieten.“