Marieneiche am Harabruckteich: Unrund, aber am Leben

Erstellt am 25. Juni 2022 | 05:20
Lesezeit: 2 Min
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Etwas unrund, aber immerhin noch am Leben: die „Marieneiche“.
Foto: Markus Lohninger
Akute Gefahr bei beschädigter Marieneiche am Gmünder Harabruckteich entschärft, Teichweg wieder offen.
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Der erste Schock über die beim Unwetter am 4. Juni ramponierte „Marieneiche“ an der Harabruckteich-Promenade ist verdaut: Der Bereich um das riesige Stück des Stammes, aus dem ein mächtiger Ast gebrochen war, wurde entschärft, ein weiterer stark gefährdeter Ast des Baumveterans entfernt. Nach mehrtägiger Schließung ist der beliebte Weg wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Abgeschlossen ist der Sicherungsprozess nach dem Unwetter damit noch nicht, wie Stadtrat Martin Preis (ÖVP) sagt. Die Inspektion der wuchtigen Doppeleiche durch einen Baumexperten stehe noch bevor, womöglich seien danach noch weitere Maßnahmen erforderlich. Dass der gesamte Baum gefällt werden muss, denkt Preis aber nicht. – Sehr zum Trost der Naturschützerin Brita Schmid, die das Unheil am 4. Juni mit ihrem Hund unweit der Marieneiche miterlebt hatte: „Es würde mir das Herz brechen, wenn dieser wunderbare Baum sterben müsste.“

Seit über 20 Jahren setzt sich die Gmünderin auch für die Doppeleiche ein, sammelte im August 2001 gut 2.000 (!) Unterschriften gegen das Fällen und 1.040 Euro für die Sanierung – die restlichen 1.734 Euro habe das Land NÖ beigetragen, rechnet sie vor. Im März 2013 war ihr Einsatz noch einmal gefragt, um das Naturjuwel zu retten. 1.500 Euro trug sie zusammen, weitere 1.000 Euro zahlte demnach die Stadt.

Ärger über zweite Sperre

Auch mit dem Gewitter zu tun hatten von einem NÖN-Leser aufgezeigte, tagelange Absperrungen beim Flüchtlingsfriedhof in der Neustadt. Aber: Zwei umgefallene Bäume wurden bereits Anfang Juni entfernt, die Gitter seien danach ungewollt wieder aufgetaucht, beteuert Preis: Bei zwei weiteren Bäumen bestehe keine Gefahr in Verzug, sie sollen demnächst geschnitten werden – der Weg an sich sei aber begehbar. Die Gitter wurden demnach infolge der NÖN-Nachfrage entfernt.

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Ein NÖN-Leser zeigte eine unnötige Sperre im Flüchtlingspark auf, die Stadtgemeinde reagierte.
Foto: privat

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