Neue Chefin für das Sole-Felsen-Bad. Nach Stationen in Spitzenhotels prüfte sie Hotels für Banken auf Herz & Nieren – nun wechselte Nicole Hörmann an den Aßangteich.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 05. Oktober 2016 (05:30)
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Neue Führung im Sole-Felsen-Bad und -Hotel: Mehrheits-Eigentümer Marcus Steinhart (links), Gesellschafter Franz Graf (Mitte) und F&B-Manager Bernhard Strohmeier (rechts) begrüßen die künftige Geschäftsführerin Nicole Hörmann im Team.

Die annähernd 200 Mitarbeiter des Sole-Felsen-Bad-Komplexes haben seit 1. Oktober eine neue Geschäftsführerin: Nach dem Weggang von Peter Gooss (die NÖN berichtete) übernahm die in Wien geborene und in Brunn am Gebirge aufgewachsene Nicole Hörmann die Geschäfte in der Wohlfühloase am Ufer des Aßangteiches.

Mit Hörmann ist erstmals eine Geschäftsführerin aus der G1-Bädergruppe ausschließlich für den Standort Gmünd zuständig. Die 41-Jährige weiß ganz genau, worauf sie sich bei ihrem neuen Arbeitgeber einlässt: Hatte die Absolventin der Hotelfachschule Bad Ischl doch nach verschiedensten Tätigkeiten in Luxushotels der renommierten Starwood-Gruppe in Wien (Bristol, Imperial), Salzburg (Goldener Hirsch) und sieben Jahren in New York (The St. Regis) zuletzt sechs Jahre in der Immobilienbewertung für die „MRG Metzger Realitäten Gruppe“ gearbeitet. Für MRG hatte sie mehrmals auch das Hotel Sole-Felsen-Bad gründlich unter die Lupe genommen, um den Hotelwert für die Sicherheit aushaftender Kredite zu ermitteln.

Freude auf „Rückkehr in den Dienst am Gast“

„Uns wurde in der Zeit nie ein Kredit gekürzt“, schmunzelt Mit-Gesellschafter Franz Graf. Der von der Geburtsstunde von Bad und Hotel an eng damit dem verbundene Gmünder Baumeister hatte maßgeblichen Anteil am Engagement Nicole Hörmanns. Graf: „Ich habe sie in den sechs Jahren als sehr kompetent kennengelernt. Sie hat alle Voraussetzungen, um das Haus gut zu führen.“ Letztlich konnte er mit seiner Vorauswahl den Mehrheits-Eigentümer Marcus Steinhart überzeugen.

Die neue Chefin, die Ahnen im Raum Litschau hat und ihren Wohnsitz ins Waldviertel verlegen möchte, sagt, sie sei vom Angebot zunächst überrascht gewesen. Aber: „Es ist eine interessante neue Tätigkeit. Ich habe das Hotelgewerbe zuletzt von der anderen Seite kennengelernt, freue mich aber jetzt über die Rückkehr in den Dienst am Gast – diese Tätigkeit gibt einem sehr viel zurück.“

Marcus Steinhart erwartet sich von Nicole Hörmann, dass sie „an der bisherigen Entwicklung von Bad und Hotel anknüpft“. Nach einer Einarbeitungsphase wolle man von Gesellschafter-Seite gemeinsam mit der neuen Geschäftsführerin die – auch bauliche – Weiterentwicklung der Anlage abstimmen.