Gmünd

Update am 11. Januar 2017, 11:21

von Markus Lohninger

ÖBB-Areal umgewidmet: Kommt Merkur-Markt?. Nach Blitz-Sitzung des Gemeinderates: Umwidmungen, aber (noch?) keine Bestätigung für neues Einkaufs-Highlight beim Gmünder „Billa-Kreisverkehr“.

Kommt Merkur-Markt nach Gmünd? Im Bild: Die Obst- und Gemüseabteilung in einer NÖ-Filiale der Supermarktkette.  |  MERKUR Warenhandels AG

Bloß sechs Minuten dauerte der öffentliche Teil der ersten Gmünder Gemeinderats-Sitzung im laufenden Jahr – diese hatten es aber am 9. Jänner in sich: Wurde doch mit Änderungen der Raumordnungs- und Bebauungspläne die Umwidmung des über 35.000 m² großen, von den ÖBB nicht mehr verwendeten alten Areals zwischen „Billa- Kreisverkehr“, kleinem Harabruckteich und P&R-Anlage beim Bahnhof eingeleitet.

Der Bereich beim Kreisverkehr (etwa 10.000 m²) wird damit zur Zentrumszone, der gesamte Bereich dahinter wird für neuen Wohnraum gewidmet (die NÖN hatte über Pläne dazu bereits im Juni 2016 berichtet).

Wenn neu gewidmet wird, dann steht freilich die Frage im Raum, wofür denn eigentlich. Dazu heißt es in informierten Kreisen, die REWE-Gruppe (Billa, Bipa, Penny, Merkur, Adeg) wolle hier – also in unmittelbarer Nähe zu Billa, Eurospar und Hofer – einen Merkur-Markt errichten. Alexander Berger als zuständiger ÖVP-Stadtrat für Tourismus, Wirtschaft und Stadtentwicklung will das auf NÖN-Nachfrage nach der Gemeinderats-Sitzung nicht kommentieren – er verweist auf ein baldiges Pressegespräch, in dem die Vorhaben der Stadtgemeinde mit ihren Partnern an die Öffentlichkeit getragen werden sollen. Auch Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher will sich zur Angelegenheit vorerst nicht äußern.

Ergänzung zur Gmünder „Einkaufsmeile“

Die Ergänzung zur „Einkaufsmeile“ in der Emerich-Berger-Straße solle, wie er im Juni sagte, als neues „größeres Ganzes“ zusätzliche Kaufkraft in die Stadt ziehen. Auf Merkur träfe das an sich zu: Der Österreich-Marktführer im großflächigen Einzelhandel bietet auf etwa 2000 m² die gewaltige Produkt-Auswahl von 20.000 Artikeln zwischen Regionalem, Überregionalem und internationalen Spezialitäten an – aber selbst in den Nachbarbezirken Waidhofen und Zwettl existiert bis dato noch keiner dieser großen Marktplätze.

Kein Geheimnis ist hingegen, dass hinter dem künftigen Geschäftslokal auf etwa 25.000 m² neuer Wohnraum entstehen soll. Bereits mehrfach wurde dafür seit Bekanntwerden der Pläne, wie Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP) bestätigt, Interesse angemeldet.

Beide Beschlüsse und ein von Vizebürgermeister Hubert Hauer (AfG) gebrachter Dringlichkeits-Antrag zur Änderung eines Mietvertrages für kommunale Multifunktions-Geräte wurden von der bis auf die SP-Stadträte Langegger sowie Rupp und die VP-Gemeinderäte Drabeck-Mörzinger sowie Seidl kompletten Runde einstimmig fixiert.