Offene Fragen zu Marieneiche und Dwirkabergerl: Hilfe schwer zu finden

Erstellt am 18. Juni 2022 | 04:35
Lesezeit: 3 Min
Weg um Harabruckteich in Gmünd vorerst gesperrt, Verbindungsgasse in der Stadt unbefahrbar.
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Am Lainsitzweg und in der Stiftergasse sind die Unwetterschäden von 2021 noch gar nicht abgearbeitet, schon haben sich in Gmünd unwetterbedingt nächste Herausforderungen aufgetan: Der beliebte Weg um den Harabruckteich ist nach dem Bruch eines Teiles der „Marieneiche“ gesperrt, im Stadtzentrum durchkreuzt ein übler Schaden am Dwirkabergerl die Baustellenpläne 2022.

Am Dwirkabergerl, dem Stadthistoriker Friedrich Dwirka gewidmeter Verbinder von Kirchen- und Mühlgasse, ist der Fahrbahnschaden infolge der Unwetterwellen am 4. Juni offensichtlich. Die Fahrbahn ist im Bereich eines Kanaldeckels auf einigen Metern Länge unter den Spurrinnen eingebrochen, massiver Wasserdruck hat im unteren Bereich der Gasse die Asphaltdecke vorübergehend so stark angehoben, dass es den Unterbau ausschwemmte.

Das unterirdische Schadensausmaß soll durch eine Kanalbefahrung geklärt werden, sagt Stadtbaudirektor Michael Prinz zur NÖN. Das Problem: Aktuell eine Baufirma zu finden, die zusätzliche Aufträge annehmen könne, sei praktisch auszuschließen, „wir werden also vermutlich ein anderes Straßenbauprojekt nach hinten schieben müssen“. Er rechnet überhaupt erst damit, dass noch zwei Wochen zugewartet werden muss, bis immerhin die Kamerabefahrung möglich ist.

Schicksal der „Marieneiche“ steht in den Sternen

Gedulden müssen sich auch Spaziergänger am Teichkettenweg, nachdem zwischen den Regenwellen am 4. Juni ein kräftiger Ast der mächtigen Doppeleiche nahe des Harabruckteich-Ablaufs gefallen war. Dieser im Volksmund „Marieneiche“ getaufte Baumveteran hat gut 300 Jahre hinter sich, geplante Fällungen wurden schon mehrfach durch Unterschriftenlisten oder auch Geldsammlungen verhindert.

„Der Baum hat einen gewissen Status. Ein Fachmann wird genau schauen, ob er bleiben kann bzw. was für den Erhalt getan werden muss“, sagt Prinz. Termin gibt es auch hier für anstehende Prüfungen von Zugversuchen bis Ultraschall noch keinen, bedauert er: „Wir waren ja nicht die Einzigen vom Unwetter Betroffenen.“ Weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass noch weitere Äste zu Boden donnern, bleibt der Teichweg als öffentlicher Weg vorerst gesperrt.

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