Rückhaltebecken fertig: Kanal entlastet, Weg erneuert. Das Retentionsbecken zwischen Eichenallee und B41 soll Kosten für den Kanal verringern und gleichzeitig Häuser vor Überflutungen schützen.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 05. Juli 2020 (05:57)
Keinen weiteren Gmünder Teich, sondern ein großes „Retentionsbecken“ zur Entwässerung des Bereiches entlang der Eichenallee, besichtigten Stadtbaudirektor Michael Prinz, Bürgermeisterin Helga Rosenmayer und Vizebürgermeister Hubert Hauer neben der B41.
Karl Tröstl

Das Rückhaltebecken zwischen Eichenallee und B41, das, wie zum Start der Arbeiten berichtet, für Oberflächenwässer bei extremen Niederschlägen dienen wird, ist fertig. Davon überzeugten sich VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer gemeinsam mit Vizebürgermeister Hubert Hauer und Stadtbaudirektor Michael Prinz.

Im Zuge des Straßenbaus in der Eichenallee wurde das Entwässerungskonzept derart umgestaltet, dass künftig alle Oberflächenwasser (Straßenwasser) der Eichenallee sowie der umliegenden Grundstücke unmittelbar in den bestehenden Graben entlang der Gemeindestraße eingeleitet werden. Dieser Ableitungsgraben entwässert bei Regenwetter zudem ein rund fünf Quadratkilometer großes Einzugsgebiet südlich der B41 (Gmünder Straße). „Aus diesem Grund wurde unmittelbar vor dem Durchlass, im Bereich der Gehwegunterführung, wo es zum Rückstau kommen kann, ein Retentionsbecken mit 1.600 Kubikmeter Fassungsvermögen errichtet. Dadurch wird im Hochwasserfall ein verzögertes und damit schadloses Abfließen der Oberflächenwässer gewährleistet“, erklärt Prinz.

80.000 Euro Kosten samt Wege-Erneuerung

Somit werden einerseits die umliegenden Häuser vor Überflutungen geschützt, als auch die Kosten bei der Kläranlage reduziert. „Das ist uns natürlich sehr wichtig. Die Kosten trägt die Gemeinde, schlussendlich muss auch jeder Haushalt diese mittragen. Jeder Kubikmeter Abwasser, natürlich auch Regenwasser, der mehr in die Kläranlage fließt, erhöht dort die Kosten“, betont Rosenmayer.

Die Errichtung des Retentionsbeckens erfolgte aufgrund der Richtlinien der Wasserrechtsbehörde, die Kosten belaufen sich samt der parallel dazu erfolgten Sanierung des Rad- und Fußweges und des umliegenden Gebietes auf rund 80.000 Euro.