SPÖ fordert Unterführungen für Fußgänger. Nach Fördergeld für B41-Querung in Gmünd: SPÖ macht Schremser Unterführungen zum Thema.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 11. Oktober 2017 (04:24)
„Was Gmündern recht ist, sollte Schremsern billig sein“, begründet Bürgermeister Harrer seinen Vorstoß für B2-Unterführungen bei Kottinghörmanns...
Karl Tröstl

Wohlfühl-Programm am Tag vor der Nationalratswahl nach aufwühlendem Wahlkampf: Die seit Ende Juli benützbare und Mitte August offiziell in Betrieb genommene Rad- und Fußweg-Unterführung der B41 vor den Toren Gmünds wird auf Höhe Teichkettenweg am 14. Oktober (10 Uhr) nun auch offiziell und feierlich eröffnet. Landtags-Präsident Hans Penz hat sein Kommen angesagt.

Die Kosten von über 250.000 Euro für das Projekt an dem mit 9.000 Fahrzeugen pro Tag hoch frequentierten Straßenstück wurden laut Mitteilung der Landesregierung im Rahmen eines Landes-Förderprogrammes für Radwege finanziert. – Und das ruft nun die Schremser Sozialdemokraten auf den Plan: „Was den Gmündern recht ist, sollte den Schremsern billig sein“, findet deren Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ).

Er meint damit diesmal nicht den Dauerbrenner B41 zwischen Gmünd und Schrems (hier laufen wie berichtet ohnehin die Planungen), sondern fordert, dass vor den Toren von Schrems sichere Querungen der B2 seitens des Landes genauso wie in der Bezirkshauptstadt gefördert werden.

Konkret hat Harrer Rad- und Fußweg-Unterführungen bei Kottinghörmanns und Niederschrems im Auge.

Querung Niederschrems „ist hochgefährlich“

Hier sieht er den Bedarf noch größer als in Gmünd: Dort sei lediglich ein Rad- und Wanderweg gesichert worden, in den beiden Schremser Katastralgemeinden gehe es um alltägliche Wege für die Bevölkerung. Kottinghörmanns und Niederschrems kommen zusammen immerhin auf mehr als 900 Hauptwohnsitzer.

Beide Straßenquerungen sind aus Harrers Sicht riskant. „Von Niederschrems müssen Fußgänger derzeit eine 18 Meter breite Straße nach Schrems überqueren, das ist hochgefährlich. Daher existiert in der Bevölkerung hier seit Jahren der Wunsch nach einer Unterführung“, sagt Harrer: Und Kottinghörmanns habe im Bereich des Abzweigs zur B30 Richtung Heidenreichstein die „unfallträchtigste Kreuzung im ganzen Bezirk. Eine Unterführung wäre auch im Sinne der Autofahrer“.

... und Niederschrems.
Karl Tröstl

Die Vision sei der Ausbau des Radweges entlang der Bundesstraßen, der bestehende Radweg von Langegg kommend solle mit einem künftigen Radweg auf Höhe Schrems-Zwiemannsbusch zusammengeführt werden.

Zuständig für die Abwicklung waren bei der 3,5m breiten und 16m langen Unterführung in Gmünd die Straßenmeisterei Schrems und die Brückenmeisterei Zwettl, die jeweils der Straßenbauabteilung 8 des Landes in Waidhofen unterstehen. Deren Leiter, Gerald Bogg, bestätigt der NÖN Gespräche zu den Schremser Ideen. Der Kreuzungspunkt B2/B30 bei Kottinghörmanns sei hinsichtlich Unterführung unlängst begutachtet worden, jener bei Niederschrems sei bereits vor einigen Jahren ein Thema gewesen.

An sich sind Nebenanlagen Gemeindesache. Aber, so Gerald Bogg: „Wenn die Gemeinde erfolgreich bei der Landeshauptfrau um Unterstützung ansucht, dann können wir auch schon in der Planung unterstützen.“

Die B41 ist übrigens derzeit sehr wohl auch ein Thema in Schrems: Der dortige Gemeinderat besprach am 10. Oktober (nach NÖN-Redaktionsschluss) einen Grundsatzbeschluss über den geplanten Radweg entlang der B41 zwischen Niederschrems und Hoheneich und behandelte auch Grundablösen.

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