Schutzweg in der Schremser Straße schützt nicht. Eltern fordern nach Unfällen Fahrbahnteiler als zusätzlichen Schutz vor Schnellfahrern und Rüpeln in der Schremser Straße. Verhandlung soll bald Klarheit schaffen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 13. September 2019 (06:11)
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Der Schutzweg über die Schremser Straße im Bereich zwischen „Hütherkurve“ und Baumann-Dekor ist Eltern nicht geheuer: Sie fordern einen Fahrbahnteiler, um bei Fahrzeugen Tempo rauszunehmen und ein sicheres Anhalten der Kinder in der Mitte zu gewährleisten.

Fünf starke Verkehrsachsen führen in die Bezirkshauptstadt, vor allem jene aus Litschau, Weitra und Schrems werden gerne mal zu schnell genommen. Die Schremser Straße sticht daraus durch ein weiteres Detail hervor: Im Bereich der Kreuzung mit der Schögglgasse – zwischen „Hütherkurve“ und Baumann-Dekor – müssen Kinder den Schutzweg zum Queren der Straße nehmen.

Schutz sehen Eltern darin jedoch keinen, weil Fahrzeuge mitunter aus beiden Richtungen angerast kommen, in der Mitte aber kein Platz zum sicheren Verweilen ist.

Zwei Unfälle mit Kids habe es am Schutzweg bereits gegeben, sagt ein Vater. Das mobile Tempomessgerät habe 94 km/h als Spitzenwert angezeigt. Es sei bereits fast zur Tragödie gekommen, als ein Pkw-Lenker am Schutzweg angehalten habe – und glatt vom nächsten Pkw-Lenker überholt worden sei.

Der Vater, der für etwa 20 Schüler spricht: Ein Fahrbahnteiler müsse her und werde von der Stadtpolitik auch in Aussicht gestellt. Geschehen sei bisher nichts. Er sieht die letzte Chance im Gang an die Öffentlichkeit via NÖN.

Auf NÖN-Nachfrage zeigt sich auch Vizebürgermeister Hubert Hauer (AfG) unglücklich mit der Situation. Die Stadtführung wolle ein Projekt der NÖ Straßenbauabteilung – Eigentümerin der Landesstraße ist das Land NÖ – unterstützen, kalkuliere dafür auch an die 100.000 Euro an Kosten für Grundablösen und Nebenanlagen ein.

Aus der Straßenbauabteilung Waidhofen gebe es grünes Licht, betont deren Leiter Gerald Bogg. „Wir haben ein Konzept geplant und die für uns wichtige Frage, ob die dann enge Passage im Winter vom Pflug passiert werden kann, positiv gelöst“, sagt Bogg: Eine Querungshilfe könne vielleicht sogar noch heuer realisiert werden, zuvor müsse aber freilich die Frage der Finanzierung geklärt sein.

Frequenz dürfte steigen: Stadt plant Radweg

Noch im September steht laut Hauer das Treffen mit einem Sachverständigen des Landes an, bei dem Klarheit geschaffen werden soll. Dabei könnten laut Bezirkshauptmann Stefan Grusch Vertreter aller Seiten von der Gemeinde über die Polizei bis zu Anrainern, die Interesse bei der Bezirkshauptmannschaft bekunden, Argumente einbringen.

In einer Verkehrsverhandlung müssten dabei bestimmte Basisdaten vorgebracht werden.

Ein Thema sei die Frequenz von Fahrzeugen und Straßenquerern. Letztere hält Hubert Hauer für ausreichend: Neben Schülern müssten auch Wanderer und Radler am „Naturknallweg“ die Straße queren, zudem beabsichtige die Stadtführung eine Verlängerung des Radweges von „Hütherkurve“ bis Schutzweg, auf die andere Straßenseite bis zur Einmündung in den Weg hinter dem SV-Sportplatz und in Richtung Gymnasium. Auch das bündele Frequenz.