Serie geklärt: Mit Zentralschlüssel zur Beute spaziert. Postschlüssel widerrechtlich erlangt: Tscheche plünderte Kellerabteile und Gartenhäuser.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 31. August 2018 (04:36)
Symbolbild

Die Bekanntschaft zu einem Waldviertler Postler nutzte ein 40-jähriger Tscheche, sich im Geheimen dessen Zentralschlüssel für Mehrparteienhäuser in Gmünd zu schnappen und Duplikate anzufertigen. Mit den widerrechtlich erlangten Postschlüsseln ging der Tscheche dann auf Einbruchstour: Bequem drang er in die Mietshäuser ein und suchte dann in den Kellerabteilen nach Beute.

Energie musste der 40-Jährige nur mehr zum Knacken der Vorhangschlösser an den Abteilen und dem Abtransport der Beute - zumeist Fahrräder, Elektrowerkzeug, Lebensmittel und Getränke - aufbringen.

Der Tscheche schlug auch sechsmal in der Gmünder Kleingartensiedlung „Kleinmallorca“ beim Harabruckteich zu und brach in Gartenhäuser und Geräteschuppen ein. Er stahl eine Heizkanone, ein Notstromaggregat, eine Motorsense, eine Bohrmaschine und eine Motorsäge (die NÖN berichtete über alle genannten Vorfälle).

Gesamtschaden beläuft sich auf 25.800 Euro

Am 6. Juni dieses Jahres nahm die Einbruchsserie des beschäftigungslosen Tschechen mit einem Gesamtschaden von rund 25.800 Euro mit der Festnahme ein Ende.

„Ich habe die gestohlenen Räder auf Flohmärkten verkauft. Ich fand keine Arbeit und ich brauchte Geld zum Leben“, lieferte der 40-Jährige vor Gericht eine lapidare Erklärung für seine Straftaten.

Für den Tschechen setzte es zwei Jahre Gefängnis. Er war damit nicht einverstanden und meldete sofort Rechtsmittel an.