Sole-Felsen-Welt steigert sich auf Top-Niveau. 2019 stellte alle Spitzenwerte in Hotel & Bad in den Schatten. Millionen-Paket für 2020 geschnürt.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 24. Januar 2020 (04:43)
Strahlende Gesichter in der Sole-Felsen-Welt bei Silvia Gruber (Kassa), Bademeister Johannes Michura, Geschäftsführer Bernhard Strohmeier und Veronika Sprtkova (von links): Das Solebad hatte im Vorjahr mit 381.000 Besuchern so viele wie nie zuvor, auch das Hotel übertraf die bisherige Buchungs-Höchstmarke.
M. Lohninger

Waren zur Eröffnung des Sole-Felsen-Bades vor mittlerweile 13 Jahren noch 130.000 Badegäste pro Jahr erhofft worden, so liegt die tatsächliche Bilanz mittlerweile praktisch beim Dreifachen: 381.000 Thermenfans haben die Drehkreuze zum Bad im Vorjahr passiert, es stellte das bisherige Spitzenjahr 2017 mit einem Plus von 26.000 (!) Gästen in den Schatten.

Zugleich wurde mit 49.000 Übernachtungen und einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von 65 Prozent auch der bisherige Rekord im Sole-Felsen-Hotel um 2.300 übertroffen.

Auch im Jänner auf der Überholspur.

Geschäftsführer Bernhard Strohmeier führt den anhaltenden Höhenflug neben laufenden Optimierungen in der Therme – 2019 wurden 900.000 Euro in die Infrastruktur investiert – auch darauf zurück, dass Gmünd einfach insgesamt zunehmend als Freizeit-Region wahrgenommen werde.

Er sieht einen Kreislauf: Das Bad habe eine Aufwärts-Spirale eingeleitet, die das gesamte regionale Umfeld immer attraktiver werden lasse – was den Reiz des Thermenbesuches noch weiter ankurble. Der für Wintersport wenig geeignete bisherige Winter hat dem Arbeitgeber von etwa 185 Beschäftigten ebenfalls in die Karten gespielt. – Läuft der Jänner normal eher mäßig, so liegt er heuer auf Kurs Richtung neuer Monatsrekord.

Der Kurs in Sachen Infrastruktur war von der Geburtsstunde des Bades an stur nach vorne gerichtet: Investiert wird, bevor die Last eines Investitions-Staus erdrückend wird. So wurde auch für 2020 ein Millionenpaket geschnürt. „Es wird ein sehr spannendes Jahr, in dem teils jahrelange Wünsche unserer Gäste erfüllt werden“, sagt Strohmeier.

Duschen wird zum Erlebnis.

So soll es Mitte April dem Dusch- und Umkleidebereich im Sole-Felsen-Bad an den Kragen gehen: Dieser wird vom Boden bis zur Decke einer Komplettsanierung unterzogen – und ohne Wandfliesen neu aufgebaut. Die Optik soll ähnlich der Schneedusche in der Saunawelt werden, so Strohmeier: „Mit Waldviertler Motiven bedruckte PVC- Platten an den Wänden werden das Gefühl vermitteln, mitten in der Natur zu duschen.“

140.000 Euro sind für das Projekt budgetiert, wobei während der Bauarbeiten immer ein Duschbereich offen stehen und der andere Bereich in provisorische Anbau-Container ausgelagert sein soll.

Letzter Schritt zu Chip-Umstellung.

Im Zusammenhang mit der zuvor vielfach geforderten Umstellung auf Chip-Armbänder habe es im Herbst einige Unruhe gegeben, räumt Geschäftsführer Strohmeier ein.

Anfängliche Probleme hätten sich aber zunehmend gelegt – und im April soll die Umstellung endgültig abgeschlossen sein: Alle 970 Spinde sollen mit digitalen Schlössern ausgestattet werden. Die Umrüstung beläuft sich auf Kosten von etwa 140.000 Euro, soll den laufenden Betrieb aber nicht beeinflussen.

Hotel wird Großbaustelle.

Das größte und teuerste Projekt betrifft indes das Sole-Felsen-Hotel: Nachdem 2018 der größere Hoteltrakt mit 68 Zimmern innerhalb des Kerns komplett neu aufgebaut wurde, sind heuer 1,5 Millionen Euro für die Generalsanierung des kleineren Traktes mit 48 Zimmern reserviert. Geschehen soll das zwischen Mitte Mai und Mitte August – allerdings nur stockweise ohne allzu lärmintensive Maßnahmen unter maximaler Rücksichtnahme auf den laufenden Hotelbetrieb.

Inhaltlich soll der bestehende Fokus auf Familientauglichkeit noch intensiviert werden, optisch will Bernhard Strohmeier das Waldviertel-Motto auch hier unverkennbar verankern.

Wenn dieser letzte Schritt der 2015 gestarteten Komplett-Erneuerung des Hotel-Komplexes abgeschlossen ist, soll im Herbst nur noch die Außenfassade einen völlig neuen Anstrich erhalten. Auch das soll möglichst störungsfrei für Gäste geschehen – also weitgehend gerüstlos.

Frischer Zirbenduft.

Für die Saunawelt steht nach einem arbeitsreichen Jahr 2019 erst ein großes Projekt fest: Für September ist die Generalsanierung der 2012 errichteten Zirbensauna geplant. Das Innenleben soll für 20.000 Euro getauscht werden.