Solewelt war „auf Lockdown vorbereitet“

Gmünder Wellnessoase hofft auf kürzere Zwangspause als 2020. Zeit wird mit Takeaway und Instandhaltung überbrückt.

Erstellt am 25. November 2021 | 06:47
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Einmal mehr grüßt der Lockdown: Am Wochenende waren die Parkflächen vor der Gmünder Sole-Felsen-Welt noch voll, seit Montag herrscht das Bild, das hier auch vor einem Jahr geherrscht hatte. Geschäftsführer Bernhard Strohmeier hofft, dass die Pause nicht wieder sieben Monate lang dauert.
Foto: M. Lohninger

Von einem „erwarteten Lockdown“ spricht Geschäftsführer Bernhard Strohmeier für die Sole-Felsen-Welt in Gmünd, „wir waren vorbereitet“. Er hofft nur und geht davon aus, dass nicht noch einmal wie im Vorjahr um diese Zeit ein vorübergehender Eingriff angekündigt wurde, aus dem dann am Ende sieben Monate werden.

Covid sei zuletzt auch in der Gmünder Wellnessoase täglich ein Thema gewesen, sagt Strohmeier – durch Kontaktpersonen, teilweise aber auch Infektionen im Personal. Letztere hätten sich jedoch zum Glück immer nach freien Tagen herausgestellt und daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Betrieb nach sich gezogen. Dass es bei den angekündigten zehn Tagen bis zu einer „Evaluierung“ und dann einer Öffnung ab 13. Dezember bleibt, erwartet Strohmeier zumindest für Thermen nicht – er geht eher von einem Neustart „frühestens nach den Weihnachtsferien, aber eher gegen Ende Jänner“ aus. Darauf bereite man sich vor.

Am letzten Wochenende „eigentlich ausgebucht“

Pandemiebedingte Kündigung habe es bis dato in der mehr als 180-köpfigen Mannschaft keine gegeben, betont der Geschäftsführer: „Wir werden natürlich wieder alle für Kurzarbeit anmelden müssen, stehen aber insgesamt nach einer super Saison sehr gut da.“

Selbst die Eingrenzung auf 2G hat laut Strohmeier keinen wirklichen Einschnitt bedeutet. Im Hotel war etwa auch das letzte Wochenende vorm Lockdown bei einer Auslastung von 87 Prozent „eigentlich ausgebucht“ – und das, obwohl etliche Oberösterreicher da schon weggebrochen waren. Der Bade- und Saunawelt habe 2G an den ersten beiden Tagen einen merkbaren Rückgang auf weniger als 500 Gäste beschert, danach zog der Besuch wieder kräftig auf Spitzen bis zu 1.300 Gäste pro Tag an.

Essen „à la Carte“ wieder zum Mitnehmen

Im Hotel-Restaurant – das am Freitagabend nach Verkündung des Lockdowns mit Wochenbeginn restlos ausgebucht war – köchelt der Betrieb wie schon bei den vorigen Lockdowns auf geringer Stufe weiter. Der „Takeaway“-Bereich mit Mittagsmenüs und dem Angebot der gesamten Speisekarte wurde zuletzt ohnehin schon beibehalten und auch nachgefragt, jetzt wird er wieder gezielter beworben. Die 2020 gestartete Aktion mit Weihnachts-Bäckerei zum Mitnehmen wäre heuer auch ohne Pandemie wiederholt worden. „Wir haben uns in den bald zwei Jahren einfach an vieles gewöhnt, aber auch sehr viel dazu gelernt“, sagt Bernhard Strohmeier.

So sollen die nächsten Wochen auch wieder dazu genutzt werden, ohnehin anstehende Instandhaltungs-Maßnahmen im Areal vorzunehmen.