Sprung in die Selbstständigkeit: Törtchensalon am Stadtplatz

Erstellt am 18. Mai 2022 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
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Das Geschäftslokal am Stadtplatz 5 war zuletzt Büro einer Versicherung.
Foto: Markus Lohninger
In Törtchensalon im ehemaligen NV-Büro in Gmünd werden bald süße und pikante Spezialitäten serviert. Inhaberin: „Es wird luxuriös.“
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Am Stadtplatz entsteht gerade ein neues gastronomisches Angebot: In das frühere Büro der Niederösterreichischen Versicherung am Stadtplatz 5 zieht der Törtchensalon „Comtessa“ ein. Die Idee dazu hatte Katalin Weber, die neben einem Vollzeitjob den Sprung in die Selbständigkeit wagt.

„Ich backe selbst gerne, mag es, Torten für Geburtstage oder Hochzeiten zu verzieren und kreativ zu arbeiten“, sagt sie. So entstand der Gedanke, das Hobby zum Beruf zu machen. Das Problem: „Ich habe keine Konditorei-Ausbildung, darf Produkte also nur weiterverkaufen.“ In ihrem Laden will Katalin Weber kleine Törtchen anbieten – süß und pikant.

Einen passenden Lieferanten hat die gebürtige Ungarin in ihrem Herkunftsland gefunden und will die Törtchen für ihren Gmünder Salon künftig aus Budapest beziehen. Weber spricht von etwa 20 verschiedenen Sorten, die sie ab Anfang Juni anbieten will. Besonders wichtig sei ihr die Qualität – auch wenn die Törtchen zugekauft werden: „Die Produkte sind hochwertig und das Ambiente soll genau dazu passen.“

Zum Teil wurde das Geschäftslokal gegenüber des Schlossparks bereits renoviert, ein wesentlicher Teil fehlt noch: Tische, Stühle und Sofas – farblich vor allem in Schwarz und Gold gehalten – bezieht Katalin Weber aus Italien.

Trotz eigenem Betrieb: Job im Krankenhaus bleibt

Ob der Liefertermin Ende Mai eingehalten werden kann, das ist für die Jung-Unternehmerin zurzeit eine Zitterpartie.

Den Laden wird sie gemeinsam mit ihrer Tochter Isabella schupfen, weiteres Personal ist vorerst nicht vorgesehen. Trotzdem: Den Vollzeitjob im Gmünder Krankenhaus will die ausgebildete Krankenschwester nicht hinten lassen und schmunzelt: „Auch wenn ich die Törtchen selbst backen dürfte, es würde sich zeitlich gar nicht ausgehen.“

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Isabella und Katalin Weber stehen vor dem Start.
Foto: privat

Wem ihr Name bekannt vorkommt: Katalin Weber hat in den vergangenen Jahren immer wieder künstlerisch gearbeitet, ihre Werke unter anderem bei Vernissagen in Gmünd gezeigt. Ihr erklärtes Ziel ist nun ein Kaffeehaus mit hochwertigem Ambiente und Angebot: „Es wird sehr luxuriös.“ Dementsprechend viel Zeit und Geld fließen ins Projekt: „Ich verkaufe das, was auch mir schmeckt, richte es so ein, dass ich mich wohlfühle, und hoffe, dass es gut ankommt.“

Im Vorraum zum Törtchensalon steht jedenfalls schon etwas, das dazu beitragen soll: Außerhalb der Öffnungszeiten können süße und pikante Törtchen über einen Automaten erworben werden.

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