Starkes Jahresfinale der Sole-Felsen-Welt

Nach zweitem Covid-Jahr in Sole-Felsen-Welt: Über freiwillige Besucherlimits, neue Wahrnehmungen und wackelige Prognosen.

Erstellt am 06. Januar 2022 | 04:36
Lesezeit: 2 Min
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Geduldig standen Thermenfans vor dem Sole-Felsen-Bad in der Schlange, bis drinnen ein Platz frei und die Registrierung abgeschlossen wurde – wie hier am späten Sonntagvormittag.
Foto: Werner Grubeck

Ein im Schatten der Pandemie turbulentes Jahr 2021 ging in der Sole-Felsen-Welt Gmünd erfolgreich zu Ende – sperrstunden-konform mit einem Silvester-Feuerwerk schon um 21.30 Uhr. Insgesamt wurden an den 202 Öffnungstagen rund um einen sehr langen und einen kürzeren Lockdown 188.300 Gäste gezählt.

Aus Zeiten von vor Corona bekannte Mega-Tage mit 2.500 Besuchern und mehr gab es in der Wohlfühl-Oase diesmal um Weihnachten nicht: Obwohl der Gesetzgeber derzeit gar keine corona-bedingten Besucherlimits vorsieht, hat die Therme selbst Obergrenzen gesetzt – und diese auf Gästewunsch hin noch schärfer angezogen, von zunächst 450 Besuchern zeitgleich in der Badewelt plus 300 in der Saunawelt auf 350 im Bad und 250 in der Sauna. Diese seien auch strikt eingehalten worden, versichert Geschäftsführer Bernhard Strohmeier im NÖN-Telefonat. Aber: „Besuchern ist teils gar nicht mehr bewusst, welches Gedränge an extremen Tagen vor Corona geherrscht hatte. Daher sind sie nun mitunter schon beunruhigt, wenn 350 Leute zugleich in der Badewelt sind.“ Bestätigung für die Einhaltung der freiwilligen Limits liefere alleine schon der Umstand, dass im Bad genau 360 Liegen bereit stehen – und Gäste immer freie Liegen vorgefunden hätten.

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Insgesamt spricht Strohmeier rund um Weihnachten und Silvester von 1.600 bis 1.700 Besuchern pro Tag, die sich auch dank laufend aktualisierter Ampel auf der Homepage stärker über die Öffnungszeiten verteilt hätten. Viele Gäste nahmen auch lange Wartezeiten in Kauf, bis Plätze frei wurden. Im Vergleich zu vor Corona seien wesentlich weniger Tages- und mehr 4-Stunden-Karten erworben worden, analysiert Strohmeier.

Interessantes Detail: Der Geschäftsführer sieht unterm Strich für die Weihnachtstage einen zur Zeit vor Corona nahezu unveränderten Umsatz in der Badegastronomie. Der Platz sei jetzt einfach mehr, „daher kann die Nachfrage eben besser als früher gedeckt werden. Jeder kann auch an sehr starken Tagen in den Genuss der Gastronomieangebote kommen“.

Prägend: Angst vor einem neuerlichen Lockdown

Im Hotel, das seit 26. Dezember und bis 7. Jänner ausgebucht ist, offenbart sich allerdings eine Sorge, die vielfach in Köpfen verankert ist: dass angesichts der Omikron-Variante ein neuerlicher Lockdown notwendig werden könnte. Spätestens mit 10. Jänner reißt laut Strohmeier bei Buchungen der Faden komplett, „den Gästen fehlt die Planungssicherheit… genauso wie den Betrieben“.