Gmünd

Erstellt am 11. Januar 2017, 03:43

von Thomas Weikertschläger

Strandbad: Der Kiosk-Betreiber hört auf. Stadtgemeinde sucht Pächter für Kiosk im Strandbad. Doppel-Lösung mit Schulbuffet möglich.

Damals war die Welt noch in Ordnung: Bauamtsleiter Franz Höllrigl, Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, die Stadträte Alexander Berger und Thomas Miksch sowie Kiosk-Betreiber Daniel Fuchs (von links nach rechts).  |  Markus Lohninger

Nach zwei Jahren als Pächter des Standbad-Kiosks in Gmünd hat Daniel Fuchs die Nase voll. Hauptsächlich wegen der Registrierkassenpflicht habe er den Pachtvertrag mit der Stadtgemeinde gekündigt, erzählt Fuchs der NÖN. Er habe lange gehofft, ohne Registrierkasse auszukommen, Mitte Juli habe er aber den Bescheid erhalten, dass es nicht mehr ohne gehe. Neben weiteren „Schikanen“ wie Kontrollen durch die Finanzpolizei, Arbeitsinspektorat und Lebensmittelinspektorat habe diese Entscheidung, so Fuchs, den Ausschlag für sein Aus im Strandbad gegeben. Er habe es satt, als Selbstständiger immer wieder Prügel vor die Füße geworfen zu bekommen.

Laut Wirtschafts-Stadtrat Alexander Berger (ÖVP) erhofft sich die Gemeinde nun einen Pächter mit Erfahrung in der Gastronomie. Die Bedingungen blieben gleich, wie sie auch schon für Fuchs gegolten haben. Pacht sei keine zu bezahlen, dafür müsse sich der Pächter um die Reinigung, Aufsicht im Strandbad und Betreuung der WC-Anlagen kümmern. Insofern es die Badeordnung erlaube, habe der Pächter auch die freie Möglichkeit, Veranstaltungen – etwa Grillfeste – zu organisieren. Zeitlich will man sich für die Findung eines Pächters keinen Rahmen setzen, „aber je eher wir einen finden, umso besser“, meint Berger.

Indes ist die Stadtgemeinde weiter auf der Suche nach einer Lösung für das Schulbuffet am Schulzentrum. Nachdem sich die im Herbst geäußerte Hoffnung, bis Ende November einen Pächter zu finden, nicht erfüllt hat, wird weiter nach einem Nachfolger für den im Vorjahr abgetretenen Pächter Siegfried Fürlinger gesucht. Möglich sei es auch, Schulbuffet und Strandbad-Kiosk in Kombination zu pachten. Das wäre laut Berger zwar eine „Ideallösung“, sei aber keine Bedingung.

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