Gmünd

Erstellt am 13. Juni 2018, 05:31

von Sonja Eder

Teures Pflaster: Miete stieg um ein Drittel. Bewohnerin von Genossenschafts-Wohnung fürchtet, die Miete in der nahenden Pension nicht mehr zahlen zu können. Mit ihrem Problem steht sie nicht alleine da.

Mehr als sein halbes Einkommen für die Wohnung aufzuwenden, dazu sind wenige bereit.  |  Ira Shumejko/shutterstock.com

Um 160 Euro auf nun mehr als 600 sei ihre Miete in ihrer Genossenschaftswohnung in Gmünd innerhalb von nur zwei Jahren gestiegen, klagt eine Gmünderin der NÖN. „Das macht mir Sorgen, denn wenn das so weitergeht, fürchte ich, dass ich mir in der nahenden Pension meine Wohnung nicht mehr leisten kann.“

Ihren Namen will die Gmünderin, die in der Neustadt wohnt, nicht nennen – sie will sich keine Unannehmlichkeiten aufhalsen. Mit ihrem Problem steht sie in der Stadt aber nicht alleine da. „Deshalb haben wir ja die Entscheidung getroffen, es selbst zu lösen“, sagt Vizebürgermeister Hubert Hauer (AfG).

"Wir entscheiden ganz selten über eine Eigenmittelquote"

In Gmünd gebe es mittlerweile bereits hundert Vormerkungen für eine Gemeindewohnung, alle Gemeindewohnungen sind besetzt. Für das Gemeindewohnungs-Projekt in der Weitraer Straße, bei dem die ersten acht Einheiten noch heuer, weitere acht Einheiten im kommenden Jahr fertiggestellt werden sollen, würden bereits Verträge mit Mietern abgeschlossen werden.

„Wenn diese 16 Wohnungen vergeben sind, wollen wir das nächste Projekt angehen“, so Hauer, denn in Gmünd seien hohe Mieten ein Problem, für Hausstandsgründer genauso wie für Senioren.

Auch bei der Eigenmittelquote ist Gmünds Stadtführung kulant. „Wir entscheiden ganz selten über eine Eigenmittelquote. Bei den letzten hundert Wohnungsvergaben haben wir keine Eigenmittelanteile verlangt. Der Punkt ist, dass wir unsere Mieter kennen“, sagt Benjamin Zeilinger (FPÖ), Stadtrat für Sport, Liegenschaften und Fuhrpark.

Mietzinsgarantie auf viele Jahre

„Diese Gemeindewohnungsprojekte finanzieren wir ausschließlich durch Darlehen, die durch die Mieteinnahmen gedeckt sind. Die Darlehen sind niedrig und auf 15 Jahre fixiert verzinst. Deshalb ist in den nächsten Jahren keine Mietzinserhöhung geplant“, so Vizebürgermeister Hauer.

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